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Kennwörter für Pay-TV illegal verkauft: Millionenschaden – Prozess in Regensburg

Mit dem illegalen Verkauf von Kennwörtern für Bezahlfernsehen sollen fünf Männer einen Pay-TV-Sender um fast 17 Millionen Euro gebracht haben. Ab Donnerstag (9.00 Uhr) muss sich die Gruppe vor dem Landgericht Regensburg verantworten. Die Generalstaatsanwaltschaft Bamberg wirft zwei Männern unter anderem Bildung einer kriminellen Vereinigung und Computerbetrug in fast 145 000 Fällen vor, den drei weiteren Angeschuldigten Computerbetrug und Ausspähen von Daten.

Der Anklagebehörde zufolge richteten die Männer verschiedene Internetseiten ein, über die sie sogenannte Cardsharing- und IPTV-Angebote verkauften. Die Abonnenten erhielten somit Zugang zu verschlüsselten Fernsehprogrammen. Die Bande soll so etwa 1,6 Millionen Euro illegal verdient haben.

Bei der Generalstaatsanwaltschaft Bamberg ist die Zentralstelle Cybercrime für Bayern angesiedelt. Die Behörde ist zuständig für Computerkriminalität. Weil einer der Angeklagten aus der Umgebung von Regensburg stammt, wird am dortigen Landgericht verhandelt. Das Urteil ist für Februar geplant.

dpa