Kelheim: Neue Zukunftsperspektive für Goldberg-Klinik?

Hat die Goldbergklinik nun eine neue Zukunftsperspektive? Ein klares "Ja" dazu gibt es vom Caritasverband für die Diözese Regensburg. Eine Kooperation mit der Goldberg-Klinik macht dies nun möglich. Landrat Martin Neumeyer habe die Kreisräte in einer internen Veranstaltung darüber informiert. 

Darüber hat Landrat Martin Neumeyer die Kreisräte gemeinsam mit Vertretern des Wohlfahrtsverbandes im Rahmen einer internen Veranstaltung informiert. Ob über eine mögliche Kooperation verhandelt wird, darüber wird der Kreisausschuss in seiner nächsten Sitzung am 22. März beraten und beschließen.

„Die Goldberg-Klinik Kelheim ist – neben der Ilmtalklinik in Mainburg – unser Garant für eine hochwertige Gesundheitsversorgung vor Ort. Das war so, ist so und soll auch so bleiben. Denn eine qualifizierte Krankenhausversorgung ist Teil der hohen Lebensqualität in unserer Region“, erklärt Neumeyer. „Um auch den künftigen Anforderungen an eine moderne und leistungsfähige Klinik gerecht zu werden, hat der Landkreis bereits 70 bis 72 Millionen Euro für Neubau und die Modernisierung eingeplant und rund die Hälfte bereits investiert.“

Doch die Corona-Pandemie habe einmal mehr gezeigt, wie schwer es das aktuelle Vergütungssystem kleineren Kliniken macht, sich auf Dauer zu behaupten. Daher brauche es laut Neumeyer neue Konzepte: „Um unseren Bürgerinnen und Bürgern auch in Zukunft wohnortnah die bestmögliche medizinische Behandlung zukommen lassen zu können, müssen wir den Standort weiterentwickeln und wettbewerbsfähig bleiben – die Kooperation mit dem Caritasverband bietet uns dazu die besten Voraussetzungen“, so der Landrat.

„Wir sehen uns als verlässlichen Partner für den Landkreis Kelheim. Wir sind in der Region verwurzelt, handeln sozial und nach höchsten Qualitätsansprüchen“, sagt Diözesan-Caritasdirektor Michael Weißmann. Die Goldberg-Klinik ist für uns der Gesundheitsversorger der Menschen in der Region Kelheim. „Das soll auch so bleiben. Daher halten wir es für äußerst wichtig, das Leistungsspektrum dort beizubehalten und mit weiteren Leuchttürmen das Profil der Klinik zu schärfen“, so Weißmann weiter.

Im Gegensatz zu einem Verbund mit privaten Unternehmen würde keine Gewinnausschüttung erwartet. „Alles was erwirtschaftet wird, wird anschließend wieder in die Klinik investiert.“ Bestes Beispiel sei das Josefskrankenhaus in Regensburg, das unter der Trägerschaft des Caritasverbandes stehe. „Hier zeigt sich, dass Häuser kleinerer und mittlerer Größe medizinisch auf höchstem, ja sogar universitärem, Niveau arbeiten können. Dort verbindet sich Hightech-Medizin mit einer warmen, menschlichen Atmosphäre.“ Auch die Goldberg-Klinik bringe beste Voraussetzungen dafür mit.

Die Goldberg-Klinik betreibt derzeit rund 180 Betten. Rund 580 Beschäftigte im medizinischen, pflegerischen und medizinisch-technischen Bereich sowie in Management und Administration der Klinik sind rund um die Uhr für die Patientinnen und Patienten am Standort im Einsatz. Jährlich werden über 10.000 Patientinnen und Patienten stationär und 20.000 ambulant versorgt.

 

pm/MS