Kelheim: Landkreis setzt Impfbus ein

Der Landkreis Kelheim setzt künftig einen Impfbus ein. Der Probelauf startet am 15. März in Painten. So sollen bis 100 Impfungen durch mobile Teams pro Tag möglich sein. Zunächst sind zwei Durchläufe von März bis Juni geplant.

Der Landkreis Kelheim setzt ab dem 15. März 2021 einen Impfbus ein, um die Impfkapazitäten und das Angebot einer wohnortnahen Möglichkeit zur Impfung gegen Covid-19 zu steigern. Das Fahrzeug fährt alle Städte und Gemeinden des Landkreises Kelheim an – ausgenommen sind Abensberg, Kelheim und Mainburg. Der Bus liefert für die Impfung zwingend benötigtes Material an feste Standorte. Pro Tag werden – je nach Verfügbarkeit von Impfstoff – 100 Impfungen möglich sein, die durch die mobilen Teams der AicherGroup durchgeführt werden. Die Impfungen finden schließlich in Gebäuden statt, zum Beispiel in Schulen oder Vereinsheimen. Zunächst sind zwei Durchläufe von März bis Juni, jeweils für Erst- und Zweitimpfungen, geplant.

Um dieses Vorhaben reibungslos umsetzen zu können, simulierten rund 20 Probanden den Ablauf am Samstag, den 06.03.2021, an der Grundschule Painten. Neben Vertretern des Impfzentrum Bayern (Betreiber des stationären Impfzentrums im Landkreises Kelheim und der geplanten Außenstellen), der AicherGroup und des Landratsamtes Kelheim waren auch Paintens Bürgermeister Michael Raßhofer und Landrat Martin Neumeyer vor Ort.

Angebot für über 80-Jährige, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind

Der Einsatz des Impfbusses, der von der IZ-Bayern GmbH zur Verfügung gestellt wird, soll Senioren mit einem Lebensalter von über 80 Jahren besonders zu Gute kommen. Diese Personen sind nach aktueller Rechtslage vorrangig zu impfen.

–      Registrierung und Terminvergabe telefonisch (09441 207-6940) oder per E-Mail (impfregistrierung@iz-bayern.de) beim Impfzentrum Kelheim möglich

–      Details zum Ablauf folgen nach der Registrierung

Das Landratsamt Kelheim weist daraufhin, dass bereits zahlreiche Anmeldungen vorliegen. Eine Berücksichtigung aller Impfwilligen kann im ersten Durchlauf nicht garantiert werden. Landrat Martin Neumeyer bittet um Verständnis und wirbt um Geduld: „Die Verantwortlichen geben ihr Möglichstes, allen eine Impfung durch den Einsatz des Impfbusses zu ermöglichen, die aktuell priorisiert sind.“ Aufgrund der genannten Situation können Bürgerinnen und Bürger, die nicht zu der genannten priorisierten Personengruppe gehören, im ersten Durchlauf ebenso nicht berücksichtigt werden.

Vor diesem Hintergrund wird davon abgeraten, bestätigte Termine im Impfzentrum in der Erwartung abzusagen, mit dem Impfbus werde zeitnah ein komfortableres Impfangebot in der eigenen Gemeinde bestehen.

Impfkapazitäten im Landkreis Kelheim – aktuell

Die Impfkapazität im Impfzentrum des Landkreises Kelheim liegt derzeit bei rund 200 Impfungen pro Tag, die mobilen Teams sind für eine Impfkapazität von bis zu 100 täglichen Impfungen ausgelegt. Derzeit impfen die mobilen Teams im Landkreis dezentral immobile Personen. Dieses Vorgehen ist wesentlich aufwändiger und erzeugt eine geringere Breitenwirkung als Reihenimpfungen in Gemeinschaftseinrichtungen, die Zahl der durch die mobilen Impfteams verabreichten Impfungen kann daher variieren.

„Durch den Einsatz des Impfbusses und der Erweiterung des Impfzentrums mit Außenstellen in Abensberg und Mainburg steigern wir unsere Kapazitäten deutlich.  Voraussichtlich Anfang April werden die dauerhaften Außenstellen eingerichtet sein. Sofern zu diesem Zeitpunkt ausreichend Impfstoff zur Verfügung steht, wird dort unmittelbar der Betrieb aufgenommen.“

Martin Neumeyer, Landrat des Landkreises Kelheim

Impfkapazitäten im Landkreis Kelheim – künftig

Ab Anfang April sollen im Impfzentrum in Kelheim 400 Impfungen pro Tag vorgenommen werden, in Abensberg und Mainburg jeweils 300 Impfungen pro Tag. Durch den Impfbus können ab 15. März täglich bis zu 100 Menschen eine Impfung erhalten. Voraussetzung ist verfügbarer Impfstoff in ausreichender Menge.

 

MeS/Landkreis Kelheim