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Kelheim: Erfreulicher Rückgang bei den Verkehrsunfällen

Die Polizeiinspektion Kelheim veröffentlicht ihre Verkehrsstatistik für das zurückliegende Jahr 2020. Im Vergleich zu 2019 gab es weniger Unfälle: Die Zahl der Verkehrsunfälle im Zuständigkeitsbereich der PI Kelheim sank von 2332 auf 2005. Ein Minus von 327 Unfällen. Insgesamt zeigt sich die Statistik sehr erfreulich. So ging zum Beispiel auch die Zahl der Unfälle unter Alkoholeinfluss zurück. 2020 gab es in Kelheim nur einen einzigen Schulwegunfall zu beklagen.

Auch in der Oberpfalz wurde heute eine Verkehrsstatistik präsentiert - und zwar durch das Polizeipräsidium Oberpfalz in Regensburg. Unseren Bericht dazu sehen Sie heute Abend (23.2.) ab 18 Uhr im TVA Journal. Zuvor können Sie hier schon die Mitteilung der Polizei lesen.

MF

 

Der ausführliche Bericht der PI Kelheim

Die Polizei hat sich jährlich mit einer Vielzahl von Verkehrsunfällen zu befassen, die nach Abschluss der Ermittlungen nach verschiedenen Kriterien analysiert und statistisch erfasst werden. Vorab ist festzustellen, dass sich im Zuständigkeitsgebiet der Polizeiinspektion Kelheim im Jahr 2020 weniger Verkehrsunfälle ereigneten als im Jahr 2019. Dies war in erster Linie auch der Corona-Pandemie geschuldet, da aufgrund der Einschränkungen in allen Lebensbereichen merklich weniger Verkehrsteilnehmer auf den Straßen unterwegs waren.

Im Vergleich zu 2019, wo insgesamt 2332 Verkehrsunfälle im Bereich der PI Kelheim aufgenommen wurden, sank die Gesamtunfallzahl im Jahr 2020 um 327 Unfälle auf 2005.

 

Absolut positiv ist hierbei zu werten, dass sich gleichzeitig die Zahl der Personenschadensunfälle, die schweren Sachschadensunfälle und die Kleinunfälle reduziert haben. Während die Unfälle mit schwerwiegenden Sachschäden von 519 auf 441 Unfälle zurückgingen, fiel der Rückgang bei den Personenschadensunfällen etwas moderater aus. Die Zahl der Unfälle sank hier von 338 im Jahr 2019, auf 293 Unfälle im Jahr 2020.

Als erfreulicher Ausfluss hiervon, ergab sich auch eine teilweise Senkung bei den Unfallfolgen. So sank die Zahl der verletzten Personen von 436 auf 364. Die Zahl der bei Verkehrsunfällen getöteten Personen, stieg im Jahr 2020 hingegen leider an. Während im Vergleichszeitraum des Vorjahres zwei Tote zu beklagen waren, stieg die Zahl im Jahr 2020 auf sieben getötete Personen an.

Die Kleinunfälle erfuhren hingegen einen starken Rückgang. So ereigneten sich 204 Kleinunfälle weniger als im Vorjahr (Rückgang von 1475 im Jahr 2019 auf 1271 im Jahr 2020).

Bei den Schulwegunfällen war ein Rückgang von 3 auf 1 Unfall festzustellen. In diesem Bereich sank glücklicherweise auch die Zahl der verletzten Personen von 3 auf 1. Die Zahl der Verkehrsunfälle, bei welchen die überhöhte Geschwindigkeit unfallursächlich war, sank von 82 auf 73. Gleichzeitig ging hier auch die Zahl der Verletzten zurück, nämlich von 53 auf 39. Während in diesem Unfallbereich im Jahr 2019 keine getöteten Personen erfasst werden mussten, stellte sich  hier die Situation im Jahr 2020 weniger erfreulich dar. Insgesamt kamen drei Verkehrsteilnehmer bei Geschwindigkeitsunfällen ums Leben.

Die Verkehrsunfälle, bei denen die Ursache Alkoholeinfluss zugrunde lag, ging von 35 auf 29 Unfälle zurück. Dabei wurden im Jahr 2020 insgesamt 7 Personen verletzt. Im Jahr 2019 wurden hier hingegen 19 mehr, nämlich 26 Verletzte gezählt. Getötete Verkehrsteilnehmer mussten in diesem Unfallsegment weder im Jahr 2019 noch im Jahr 2020 beklagt werden. Die Zahl der Trunkenheitsfahrten, bei welchen sich keine Verkehrsunfälle ereigneten, ging von 123 auf 116 zurück.

Die Polizei legt in der Unfallstatistik auch ein besonderes Augenmerk auf die Risikogruppe der Fahranfänger, die in der Unfallstatistik auch junge Erwachsene genannt werden. Hier ist die Altersklasse von 18 bis 24 Jahren erfasst. Die Beteiligung der Risikogruppe junge Erwachsene an den Gesamtunfällen und bei den Unfällen mit Personenschaden hat sich im Jahr 2020 von 189 auf 156 verringert.

Gesunken ist hier auch die Zahl der verletzten Personen. Während es hier im Jahr 2020 insgesamt 98 Verletzte gab, waren es im Jahr zuvor noch 114 verletzte Personen. Mit einem Toten blieb in diesem Unfallsegment die Zahl der getöteten Personen im Vergleich zum Jahr 2019 gleich.Die Zahl der Verkehrsunfälle mit Ursache Drogeneinfluss blieb mit 3 Unfällen auf dem Level des Vorjahres. Allerdings stieg die Zahl der festgestellten folgenlosen Drogenfahrten von 33 auf 43 stark an. Im Bereich des motorisierten Zweiradverkehrs ergab sich ebenfalls eine erfreuliche Entwicklung. So verringerte sich hier die Zahl der Verkehrsunfälle von 60 auf 45. Damit ging in diesem Bereich auch die Zahl der Unfälle mit Personenschäden von 58 auf 41 zurück, was sich gleichzeitig auch positiv auf die Verletztenzahlen auswirkte. So sank die Zahl der Verletzten von 71 auf 49. Während in diesem Unfallsegment im Jahr 2019 keine Toten verzeichnet wurden, war es im Jahr 2020 zwei tote Verkehrsteilnehmer.

Im Bereich der Wildunfälle war ebenso ein Rückgang von 871 auf 806 feststellbar. Insgesamt 3 Personen wurden hierbei verletzt (Vorjahr 7 Verletzte) und zum Glück wurde hierbei, genau wie im Vorjahr, kein Verkehrsteilnehmer getötet.

Erfreulich zeigte sich auch die Entwicklung bei den Verkehrsunfällen, bei denen sich die Unfallverursacher unerlaubt von der Unfallstelle entfernt hatten. Während hier im Jahr 2019 insgesamt 393 Unfälle wegen unerlaubten Entfernens vom Unfallort zur Anzeige gebracht wurden, reduzierte sich diese Zahl im Jahr 2020 auf 317 Unfälle.

Die Verkehrserzieher der Polizeiinspektion Kelheim waren 2020 im Zuge der Unfallprävention in Schulen, Kindergärten und anderen Informationsveranstaltungen unterwegs. Aufgrund der Corona-Pandemie und den damit einhergehenden Kontaktbeschränkungen, kamen diese Tätigkeiten aber leider nahezu vollends zum Erliegen.

Dennoch konnten im Dienstbereich der Polizeiinspektion Kelheim 474 Schüler von Grund- und Förderschulen zumindest teilweise in Bezug auf das richtige Verkehrsverhalten geschult werden.

Im Rahmen des, ab dem Jahr 2021 geltenden Verkehrssicherheitsprogramms 2030 „Bayern mobil -sicher ans Ziel - Verkehrssicherheit 2030“, werden im Jahr 2021 weiterhin konsequente und regelmäßige Verkehrskontrollen in den Bereichen Geschwindigkeit, Drogen und Alkohol am Steuer und vor allem Zweiradverkehr durchgeführt. Zudem wird bei den Kontrollen verstärkt auf das Tragen von Sicherheitsgurten, die Sicherung von Kindern im Fahrzeug und auf das Telefonieren im Fahrzeug geachtet werden, da es erklärtes Ziel ist, die Verkehrssicherheit für alle Verkehrsteilnehmer noch weiter zu erhöhen.

Pressemitteilung PI Kelheim