Iraker wegen versuchten Mordes vor Gericht

Ein 25-jähriger Asylbewerber aus dem Irak muss sich vor dem Regensburger Landgericht wegen versuchten Mordes in fünf Fällen und Brandstiftung verantworten. Dem Angeklagten, der im Jahr 2010 nach Deutschland eingereist war, wird vorgeworfen am 28.06.2012 Feuer im sogenannten „Musikantenhaus“ in der Straubinger Straße in Regensburg gelegt zu haben. Dabei habe er mutwillig in Kauf genommen, dass fünf Personen, die im Nebenraum musizierten, zu Schaden kamen. Die Musiker mussten sich damals über ein Fenster retten. Der Angeklagte, der laut Staatsanwaltschaft an paranoider Schizophrenie leidet, sitzt seit seiner Festnahme am Tag des Brandes in einer geschlossenen psychiatrischen Anstalt. Der Angeklagte, der kein Deutsch spricht und zum Verfolgen des Prozesses einen Dolmetscher benötigt, sagte zum Prozessauftakt nichts zu den Vorwürfen. Sein Anwalt argumentierte, dass es nach der Beweislage nicht feststünde, ob sein Mandat das Feuer gelegt habe. Der Prozess ist auf drei Tage angelegt.

JE, 18.03.2013