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Fall Baumer: Staatsanwalt will lebenslange Freiheitsstrafe

Für die Tötung seiner Verlobten soll ein Krankenpfleger aus Regensburg nach dem Willen der Staatsanwaltschaft lebenslang ins Gefängnis. Ankläger Thomas Rauscher forderte am Dienstag vor dem Landgericht eine lebenslange Freiheitsstrafe wegen heimtückischen Mordes sowie die Feststellung der besonderen Schwere der Schuld. Somit würde verhindert werden, dass der Angeklagte im Falle einer Verurteilung wegen Mordes nach 15 Jahren frei kommen könnte.

 

Der 36 Jahre alte Angeklagte hat nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft seine Verlobte im Mai 2012 mit Medikamenten getötet und ihre Leiche vergraben. Diese wurde im Herbst 2013 von Pilzsammlern in einem Wald gefunden. Der Anklage nach wollte der Mann für eine neue Beziehung frei sein. Im Prozess hatte der 36-Jährige über seinen Anwalt angegeben, seine Verlobte nicht getötet, jedoch ihre Leiche vergraben zu haben.

Erwartet wurden am Dienstag noch die Schlussvorträge der Verteidigung. Das Urteil könnte am Dienstag (6. Oktober) gesprochen werden, wie der Vorsitzende Richter Michael Hammer angekündigt hatte.

 

Ursprüngliche Meldung

Ein volles Programm erwartet die Prozessbeteiligten im Fall Maria Baumer am Dienstag vor dem Landgericht Regensburg. Am Morgen (9.00 Uhr) soll die psychologische Sachverständige ihr Gutachten vorstellen. Danach ist vorgesehen, dass die Plädoyers gehalten werden. Angeklagt ist ein 35 Jahre alter Mann, der seine Verlobte im Mai 2012 mit einem Medikamenten-Mix getötet und ihre Leiche im Wald vergraben haben soll. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm Mord vor.

 

Der Mann hat in einer Stellungnahme über seinen Verteidiger im Prozess bereits zugegeben, die Leiche vergraben zu haben. Die Schuld am Tod der Frau wies er von sich. Nach Überzeugung der Anklagebehörde wollte der Krankenpfleger frei für eine neue Beziehung sein. Zudem habe er mit dem Verschwinden der Frau seinen Studienabbruch rechtfertigen wollen. Der Angeklagte gab an, er habe seine Verlobte morgens tot im Bett liegend gefunden und in einer Kurzschlussreaktion entschieden, die Leiche zu vergraben und die Frau vermisst zu melden.
dpa

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