IHK Regensburg: Gremium fordert breite Öffnungsperspektive

Petra Betz, die stellvertretende Vorsitzende des IHK Gremiums Regensburg, hat vor den heutigen Bund-Länder-Beratungen von den Mandatsträgern aus der Region eine breite Öffnungsperspektive gefordert. Bei dem virtuellen Dialog waren neben den MdLs Sylvia Stiersdorfer, Margit Wild, Jürgen Mistol, Tobias Gotthardt und MdB Peter Aumer auch der stellvertretende Gremiumsvorsitzende Mario Mirbach, IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Jürgen Helmes und IHK-Gremiumsgeschäftsführer Dr. Martin Kammerer dabei.

Die Pressemitteilung der IHK:

Die regionalen Wirtschaftsvertreter appellierten an die politischen Entscheider, die Salamitaktik bei den Öffnungen aufzugeben und eine breite, verbindliche und faire Öffnungsperspektive für alle Branchen auf den Weg zu bringen.

Ernste Lage bei vielen Betrieben

Betz betonte, dass die Corona-Pandemie auch die Wirtschaft in der Region Regensburg in erheblichem Umfang getroffen habe. In einer Videobotschaft schilderten die beiden Gremiumsmitglieder Christine Vogel, Geschäftsführerin der Stadtmaus TCH Veranstaltungs GmbH und Michael Scharff, Gasthaus Hubertushöhe, eindringlich die ernste Lage, in der sich viele Betriebe ihrer Branchen befinden. Zahlreiche Unternehmen sehen sich in ihrer Existenz gefährdet. Sollte sich die Lage nicht baldmöglichst ändern, stünden auch Arbeitsplätze auf dem Spiel. Zwar hat der Staat umfassende Hilfsprogramme geschaffen, doch finanziellen Hilfen kommen oftmals verspätet oder zum Teil gar nicht bei den betroffenen Unternehmen an. Die Wirtschaft brauche nach Monaten der Unsicherheit jetzt neben der finanziellen Unterstützung vor allem eine verlässliche und planbare Öffnungsperspektive mit nachvollziehbaren Stufen-Kriterien, waren sich die Vertreter des IHK-Gremiums einig.

Schnelltests und digitale Lösungen entscheidend

Laut Betz sollten Inzidenzwerte nicht als alleiniges Entscheidungskriterium für Öffnungen herangezogen werden. In einigen EU-Nachbarländern wurden beispielsweise zusätzlich Fallzahlen besonders gefährdeter Gruppen, die jeweiligen Test- und Tracing-Kapazitäten oder die konkrete Auslastung der medizinischen Einrichtungen herangezogen. Vorstandkollege Mirbach ergänzte, dass Corona-Schnelltests und die Nutzung digitaler Anwendungen für eine Wiedereröffnung wegweisend sein könnten. Die Politik sei gefordert, den massenhaften und breiten Einsatz von Schnelltests – auch zur Selbstanwendung – rasch zu ermöglichen. Auch digitale Frequenzmessungs- und Prognosetools sowie Registrierungs- und Zugangssysteme könnten helfen, Besucherströme in den Städten und Veranstaltungsorten zeitlich besser zu verteilen. Die IHK plädierte dafür, dass künftig keine pauschale Schließung ganzer Wirtschaftszweige angeordnet wird, wenn die Einhaltung geltender Infektionsschutzmaßnahmen durch Hygienekonzepte plus Teststrategien gewährleistet ist. Insgesamt brauchen die Unternehmen Planungssicherheit und Chancengleichheit, so der Konsens.

PM