Hohe Auszeichnung für „Keine Bedienung für Nazis“

Die Regensburger Gastwirte-Initiative «Keine Bedienung für Nazis» ist mit dem Zivilcourage-Preis «Das unerschrockene Wort» geehrt worden. Eine der Begründerinnen der Initiative, Helga Hanusa, nahm die Urkunde am Samstag in Eisleben (Sachsen-Anhalt) bei einer Feierstunde entgegen. Die Gastwirte hatten sich nach einem rassistisch motivierten Angriff auf einen Barkeeper zusammengeschlossen und sperren seitdem Neonazis aus ihren Lokalen aus. Die mit 10 000 Euro dotierte Auszeichnung wird alle zwei Jahre im Namen von 16 deutschen Lutherstädten vergeben. 

Der Initiative «Keine Bedienung für Nazis» gehören fast 150 Gastronomen aus Regensburg an. Andere Wirte in Bayern schlossen sich dem Beispiel an. Zudem wurde die Broschüre «Rassisten werden hier nicht bedient» erarbeitet, die Gastwirten helfen soll, Rechtsextremisten zu erkennen. 

Mit dem Luther-Preis werden Menschen geehrt, die wie einst der Reformator Martin Luther (1483-1546) ihre Überzeugung mutig und standhaft gegen Widerstände verteidigen. 2011 hatten der Chefredakteur der russischen Tageszeitung «Nowaja Gaseta», Dimitrij Muratow, und die Redaktion die Auszeichnung bekommen.

 

13.04.2013/dpa/mg