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Herbst: So fühlt sich der Igel wohl

Dass das Laubrechen statt Laubsaugen Energie spart, Lärm vermeidet und gesund hält, darauf weist der Bund Naturschutz (BN) alle Gartenbesitzer hin. Ein Igelfreundlicher Naturgarten mit Laubhaufen ist die beste Hilfe für Igel zur Überwinterung. Wie man sonst noch Schutz und Hilfe für den Igel leisten kann, erläutern ein Infopaket und eine Broschüre „Igelfreundlicher Garten“. Im BN – Ökotipp für Igel wird beispielsweise erklärt, welche Lebensräume der Igel zum Überwintern bevorzugt, was er frisst, wie er sich vermehrt und welche Gefahren auf ihn lauern.

Der Igel beginnt den Winterschlaf ungefähr Mitte November und verweilt dann sechs Monate im Winterschlaf. Ganz besonders ist zu beachten, dass dem Wildtier auf keinen Fall Milch gegeben werden darf, da es sonst akute Probleme mit der Verdauung bekommen kann. Die natürlichen Lebensräume wie Hecken, Feldgehölze, Waldränder, Brachflächen und lichte Mischwälder werden zunehmenden durch Bebauung und Einsatz von Pestiziden und Fungiziden gestört. Wer dem Igel im Hausgarten helfen will, soll auf naturnahe Gartengestaltung und Anlage von Laub- und Reisighaufen achten. Das Heft „Igelfreundlicher Garten“ erläutert, wie man Igel in einem grünen Garten-Paradies begrüssen kann. Hauptfeind des Igels ist aber nach wie vor das Auto. Jährlich werden in etwa eine Million Tiere überfahren.

Durchlaufende Zaunsockel und Gartenmauern hindern den Igel an seinen Streifzügen durch die Gärten und zwingen ihn oft wieder auf die Strasse zurück, wo er Opfer des Autoverkehrs wird. Deshalb sollte gerade bei Neubauten auf Zaunsockel verzichtet werden, so der BN. Schädlich für den Igel ist der Einsatz von Laubsaugern oder -bläsern. Durch Schallpegel und  Abgase werden nicht nur die Nachbarn belästigt und die Gesundheit der Benutzer geschädigt. Auch die Boden-Biologie wird durch Laubsauger gravierend beeinträchtigt; sie saugen mit den welken Blättern auch Kleintiere wie Spinnen und Insekten auf, häckseln und töten sie dabei. Wenn die abgesaugten Blätter und Zweige nicht mehr auf dem Boden verrotten, wird die Humus- und Nährstoffbildung behindert. . Ein Infopaket Igel gibt es beim BN, Albrechtsgasse 3, 94315 Straubing, Tel 09421/2512, straubing@bund-naturschutz.de.

Pressemitteilung/MF