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Handball: Bunker Ladies vom ESV starten gegen den Frankfurter HC

Nach einem Mannschaftsrückzug, der daraus resultierenden Modusänderung und damit verbundenen einwöchigen Verzögerung greifen der ESV 1927 Regensburg und die verbliebenen vier Mitkonkurrenten um zwei Direktaufstieg- und ein Relegationsticket für die 2. Bundesliga zum geharzten Leder.

Die Pressemitteilung des ESV:

Aufgrund des kleinen Zeitkorridors treten nun alle fünf Zweitligabewerber gegeneinander an, allerdings nur in einer Einfachrunde statt der ursprünglich geplanten Gruppenspiele. Das Losverfahren hielt für den ESV 1927 Regensburg zunächst die Auswärtspartien beim ehemaligen Deutschen Meister Frankfurter HC am kommenden Sonntag  (2. Mai, 16 Uhr) sowie beim TV Aldekerk 07 (9. Mai, 15 Uhr) bereit. Gegen diese starken Gegner muss das bayerische Aushängeschild im Frauenhandball nicht nur über seine Grenzen gehen, um zu bestehen, sondern förmlich auch an die Grenzen reisen. Die jeweils über 500 Kilometer entfernten Spielorte liegen nahe Polen und den Niederlanden.

Auch der SV Allensbach und der MTV Heide sind  in Grenzgebieten beheimatet, doch diese beiden Gegner empfangen die Bunker-Ladies am 15. und 22. Mai jeweils um 17 Uhr an der Dechbettener Brücke. Trainer Csaba Szücs und sein Team sind hochmotiviert, den bereits in der Saison 2019/2020 sportlich erreichten Aufstieg nun im zweiten Anlauf zu schaffen. „Es wird auf die Tagesform ankommen und der Modus ist schon eine Lotterie, aber wir sind einfach froh, diese Chance zu erhalten und endlich wieder Handball spielen zu dürfen“, sagt der Übungsleiter. Mit Rückkehrerin Natascha Weber (TSG Ketsch 2) hat Szücs eine wertvolle neue Option zur Verfügung, die beim 31:29-Testspielerfolg gegen Nellingen mit sieben Treffern glänzen konnte.

Hinter den Kulissen hat sich beim ESV viel getan: Eine neue Abteilungsstruktur soll die ambitionierten Zukunftspläne untermauern. Mit der 20-jährigen Linksaußen Anika Bissel, aktuell noch beim Zweitligaspitzenteam SG H2Ku Herrenberg unter Vertrag, konnten die Verantwortlichen – ligenunabhängig – am Freitag bereits einen Neuzugang für die Saison 2021/2022 präsentieren.

Nun zählt aber erst die Auswärtshürde Frankfurter HC, den man bei einem Vorbereitungsturnier auf die Saison 2020/2021 in Chemnitz knapp besiegen konnte. In Brandenburg werden die Karten nach über fünf Monaten Wettkampfpause aber neu gemischt und die auswärtsstarken Regensburgerinnen hoffen, dort die ersten Punkte einzufahren. Der ESV-Tross möchte ausgeruht zum Auftaktspiel erscheinen und reist daher bereits am Samstagvormittag ab.

Alles ESV-Fans und Handballinteressierte können am Sonntag im Livestream mitfiebern: Der Frankfurter HC plant die Übertragung des Geisterspiels auf der Plattform sprungwurf.tv.

Außerdem haben wir heute mit Abteilungsleiter Dieter Müller über die Aufstiegschancen gesprochen: