„Gute Lage, gedämpfte Erwartungen“ bei Metallbetrieben

Die Unternehmen der oberpfälzischen Metall- und Elektro-Industrie bewerten die aktuelle konjunkturelle Lage als gut. Ihre Erwartungen für die zweite Jahreshälfte sind hingegen gedämpft. Das ist das Ergebnis der halbjährlichen Umfrage der bayerischen Metall- und Elektro-Arbeitgeberverbände bayme vbm unter ihren Mitgliedsbetrieben.

Das Inlandsgeschäft bewerten die Betriebe in der Summe ähnlich wie vor einem halben Jahr. 39,8 Prozent kamen zu einem positiven, 3,4 Prozent zu einem negativen Urteil. Der Saldo von +36,4 Prozentpunkten liegt knapp unter dem Ergebnis der Winterumfrage (+38,2). Das Exportgeschäft bewerten 77,8 Prozent der Firmen als gut. 7,4 Prozent kommen zu einer negativen
Einschätzung. Der Saldo von +70,4 Punkten ist deutlich besser als im Winter (+38,2).

Der Erwartungssaldo für das Inlandsgeschäft liegt aktuell bei +24,9 Prozentpunkten, im Winter waren es +30,5 Punkte. Bezogen auf das Auslandsgeschäft trübten sich die Erwartungen noch stärker ein: Der Saldo aus positiven und negativen Bewertungen liegt bei +33,2 Punkten (Winter: +41,0).

Trotz der schlechteren Aussichten sind die Produktionspläne der oberpfälzischen M+E Unternehmen besser als vor einem halben Jahr. 27 Prozent der Firmen wollen ihren Output im zweiten Halbjahr erhöhen. Die Beschäftigungspläne haben sich gegenüber der Winter-Umfrage verschlechtert. Der Saldo fiel von +28,5 auf +15,1 Prozentpunkte. Die Daten weisen aber weiterhin auf einen moderaten Beschäftigungsaufbau hin. 22,5 Prozent der Unternehmen wollen in den kommenden Monaten zusätzliche Arbeitsplätze schaffen, 7,4 Prozent befürchten, Stellen abbauen zu müssen. Die Ertragslage ist insgesamt gut. Fast jeder zweite Betrieb hofft im laufenden Jahr auf eine Nettoumsatzrendite von vier Prozent und mehr. Auf der anderen Seite befürchten je knapp sieben Prozent der Firmen, Verluste zu machen oder eine schwarze Null zu schreiben.

Wegen der unsicheren konjunkturellen Entwicklung fordern bayme vbm passende politische Rahmenbedingungen: „Es darf zu keiner strengeren Regulierung von Werk- und Dienstverträgen kommen. Flexibilität ist das A und O für Unternehmen“, so Thomas Ebenhöch, Vorstandsvorsitzender der bayme vbm Region Regensburg.

 

pm