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Grundwasserstände niedrig: Mit Trinkwasser sparsam umgehen

Derzeit sind in Ostbayern offenbar die Grundwasserstände so niedrig, dass die Regierung von Niederbayern bereits eine Mitteilung dazu herausgegeben hat. Bürger sollen mit dem Gut Trinkwasser besonders sparsam umgehen.

Die Regierung empfiehlt zum Beispiel, Swimming-Pools und Schwimmteiche nur noch in Ausnahmefällen zu befüllen. Die früher üblichen starken Schneefälle im Winter und länger anhaltender Landregen seien in den vergangenen Jahren ausgeblieben- die Regenfälle während der Sommerzeit füllen den Grundwasserspeicher laut Regierung von Niederbayern nur geringfügig auf.

Auch in der Oberpfalz ist der Grundwasserspiegel derzeit teilweise niedrig bis sehr niedrig. Laut Regierung der Oberpfalz besteht aber keine Gefahr einer flächendeckenden Trinkwasserknappheit.

Die Regierung schreibt, dass vorhandenen Grundwasservorräte und der Struktur der Wasserversorgung (Verbünde, zweite Standbeine) dafür sorgen.

 

 

Die Mitteilung der Regierung von Niederbayern

Die Grundwasserstände in Niederbayern sind derzeit extrem niedrig. Wir alle müssen mit dem kostbaren Gut Trinkwasser daher besonders sparsam umgehen. Und das ist oft nicht schwer:

Die Verwendung von Regenwasser statt Trinkwasser ist beispielsweise bei der Gartenbewässerung eine effektive und einfache Möglichkeit, Trinkwasser zu sparen. Swimming-Pools und Schwimmteiche sollten in dieser angespannten Lage nur noch in Ausnahmefällen befüllt werden. Bei der Reinigung von Kraftfahrzeugen kann durch die Benutzung von Waschanlagen mit Wasserrückführung wirksam Trinkwasser gespart werden. Für die Industrie, das Gewerbe und die Landwirtschaft kann – soweit keine Trinkwasserqualität notwendig ist – die Verwendung von Wasser aus abflussstarken, oberirdischen Gewässern, Regenwasser, die betriebliche Mehrfachverwendung des Wassers oder im Ausnahmefall auch die Entnahme aus oberflächennahem Grundwasser eine Alternative zum Trinkwasser sein.

In den vergangenen Jahren sind die früher in den Wintermonaten üblichen starken Schneefälle und länger anhaltenden Landregen ausgeblieben. Diese sind jedoch zur Grundwasserneubildung erforderlich. Regenfälle im Sommerhalbjahr dagegen besitzen einen relativ hohen Verdunstungsanteil und füllen unseren Grundwasserspeicher nur geringfügig auf. Seit dem Jahr 2003 werden Defizite bei der Grundwasserneubildung aufgezeichnet. Momentan liegen die Messwerte der Grundwassermessstellen fast ausschließlich im niedrigen bis sehr niedrigen Bereich. Im vergangenen Jahr wurden an vielen Messstellen die niedrigsten Wasserstände seit Beginn der Aufzeichnungen beobachtet.

Mit der „Aktion Grundwasserschutz – Trinkwasser für Niederbayern“ setzt sich die Regierung von Niederbayern zusammen mit den Wasserversorgern, mit staatlichen und kommunalen Stellen sowie mit Verbänden und Bürgern aktiv für den Schutz unseres Grundwassers ein.

Pressemitteilung Regierung von Niederbayern