Glück freut sich auf lebendigen Katholikentag

Regensburg (dpa/lby) – Alois Glück, Präsident des Zentralkomitees der Katholiken (ZdK), registriert eine neue Offenheit der Kirche unter Papst Franziskus. Dieses veränderte Klima werde auch Auswirkungen auf den Katholikentag in Regensburg Ende Mai haben, sagte der oberste Laienvertreter der «Mittelbayerischen Zeitung» (Samstag). «Papst Franziskus ist ein großer Pionier und Wegbereiter der angstfreien Kommunikation.» Das sei in der Kirche spürbar und werde beim Katholikentag noch stärker spürbar werden, sagte Glück.

Bemerkbar sei dies auch am Umgang der Kirche mit einer Umfrage des Vatikans unter Gläubigen, die in Deutschland in Fragen der Sexualmoral eine Kluft zur kirchlichen Lehre offenbart hat. In der Vergangenheit seien solche Themen oft tabuisiert und verdrängt worden, sagte Glück. «Insofern bewirkt diese Umfrage allein schon durch die Bekanntgabe der Ergebnisse eine Veränderung. Es ist ein Meilenstein, dass die Diskrepanz nun auch durch offizielle Verlautbarungen dokumentiert ist.»

Vom Katholikentag erhoffe er das Signal, dass «die Kirche nicht um sich selbst kreist» und «trotz der vielen auch internen Strömungen und Spannungen» niemanden ausgrenzt, sondern eine Orientierung für ein gelingendes Leben darstellt. «Die Kirche ist für die Menschen und die Aufgaben in der Welt da. Das soll in Regensburg sichtbar werden», sagte Glück.