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Gericht: Plädoyers im Prozess um lebensgefährlich verletzten Buben erwartet

Sie sollen ihr Kind trotz lebensgefährlicher Brandverletzungen nicht zum Arzt gebracht haben: Im Prozess gegen die Eltern des Sechsjährigen sollen vor dem Landgericht Regensburg am Mittwoch die Plädoyers gehalten werden. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Paar versuchten Mord durch Unterlassen vor. Laut Anklage soll der Bub die Verletzungen erlitten haben, als die Mutter im vergangenen Herbst in Waldmünchen (Landkreis Cham) im Garten Diebesgut ihres Mannes mit Benzin anzündete.

Die Eltern sollen das Kind trotz der Verbrennungen dritten Grades sich selbst überlassen und sich stattdessen mit Sexspielen beschäftigt haben. Eine Tankstellenpächterin wurde schließlich auf das in lebensbedrohlichem Zustand im Auto seiner Eltern sitzende Kind aufmerksam und beendete sein tagelanges Martyrium.

 

Unsere Berichterstattung

Anfang Oktober 2016 haben wir das erste Mal über den Fall berichtet, inzwischen läuft in Regensburg der Prozess.

 

dpa/MF