Geflohene Forensikpatienten sind Sexualstraftäter

Bei den beiden am Freitagmittag bei einem begleiteten Ausgang entflohenen Männern handelt es sich um verurteilte Sexualstraftäter. Eine aktuelle Bewertung führte nun zu dem Ergebnis, dass nicht ausgeschlossen werden kann, dass insbesondere durch den gesuchten Janßen Straftaten begangen werden könnten.

Bei den Männern handelt es sich um zwei Forensikpatienten, die seit längerer Zeit aufgrund Gerichtsbeschluss im Maßregelvollzug des Bezirksklinikums Regensburg untergebracht sind. Am Freitag, 17.04.2015 gegen 12:45 Uhr hielten sich drei Forensikpatienten in Begleitung einer Pflegekraft in den Regensburg Arcaden in der Friedenstraße auf. In einem unbeobachteten Moment gelang zwei von ihnen die Flucht.

Nach wie vor ist, trotz intensiver Fahndungsmaßnahmen, nicht bekannt wo sich die beiden Männer aufhalten. Der Aufenthaltsradius kann nicht eingeschränkt werden. Zum aktuellen Stand oder Umfang der intensiven Suchmaßnahmen hat die Polizei keine weiteren Auskünfte erteilt.

 

Beschreibung der beiden Personen:

  • Christoph J. ist 40 Jahre alt, ca. 175 cm groß, 109 kg schwer, kräftige Figur, er war bekleidet mit einer dunkelblauen Kapuzenjacke und einem dunkelblauem T-Shirt (siehe Bild 1)
  • Karl-Heinz Lippert ist 68 Jahre alt, 170 cm groß, 76 kg schwer, schlank, angeblich mit Oberlippenbart, graue Haare, graue Augen. Bekleidet mit: grauer Jacke, grau/blauer Mütze im Marinelook (siehe Bild 2)

 

Wer Hinweise zum Aufenthalt der Gesuchten geben kann, wird gebeten, sich umgehend über die Notruf-Nummer 110 oder bei jeder anderen Polizeidienststelle zu melden.

 

Das Bezirkskrankenhaus Regegensburg veröffentlichte am Mittwoch folgende Stellungnahme: „Der Patient J. befindet sich seit 1995 im Maßregelvollzug, Patient Lippert seit 1999. Beide hatten seit rund einem Jahr die Lockerungsstufe und waren rund einmal in der Woche in Begleitung einer Pflegekraft beim Ausgang. Auf Grund ihrer Prognose bekamen sie die Lockerung zugesprochen. Das war das Ergebnis einer sorgfältigen und erfahrenen Einschätzung des Patientenverhaltens durch Experten. Daher war im ersten Gang des Lockerungsmissbrauchs nicht mit einer Gefahr zu rechnen. Mittlerweile befinden sich beide seit Freitag vergangener Woche auf der Flucht und haben die Therapie abgebrochen. Da auch keine Erkenntnisse über das Fluchtumfeld vorliegen, ist eine genaue Einschätzung nicht mehr möglich.“

 

pm