© Foto: Carole Al-Farah

Gebet für die Christen im Nahen Osten

Angesichts der massiven Christenverfolgungen u.a. im Irak und in Syrien findet am kommenden Freitag, 10. Oktober, im Hohen Dom St. Peter Regensburg das Rosen-kranzgebet für den Frieden im Nahen Osten statt. Beginn ist um 19 Uhr. Die Lichter-prozession durch die Regensburger Altstadt zur Dominikanerkirche St. Blasius schließt sich an. Gottesdienst und Prozession stehen unter dem besonderen Anliegen des Gebets für die verfolgten Christen und alle leidenden Menschen in Syrien und im Irak. Bischof Dr. Rudolf Voderholzer lädt zur Teilnahme an der Rosenkranzandacht und an der Lichterprozession herzlich ein.

Das Gebet richtet sich insbesondere gegen religiöse Gewalt und hebt den Aspekt der Gewaltlosigkeit von Religiosität hervor. Die notwendige Kultur des Friedens ist stets auf Vergebung, Versöhnung und gegenseitige Annahme angewiesen. Die grausamen Hinrichtungen von Menschen durch Mitglieder der Terrormiliz „Islamischer Staat“ seien die Perversion von Religion, Gottesfurcht und Glaube, sagte Bischof Dr. Rudolf Voderholzer. „Ich erhoffe mir ein deutliches Zeichen der Solidarität auch der Chris-tinnen und Christen in Regensburg und des Brückenschlages zwischen unseren Völ-kern“, erklärte der Regensburger Bischof weiter. Er erinnerte in diesem Zusammen-hang daran, dass die Leidtragenden der Terrormiliz „Islamischer Staat“ vor allem Minderheiten, Christen und auch Jessiden, sind. „Die Nachrichten, die uns erreichen, können uns nicht kalt lassen. Frauen und Kinder, schutzlose Menschen werden zum Teil in einer fürchterlichen Weise gequält.“

Selbstverständlich müsse in politischer Hinsicht alles getan werden, um diesem Trei-ben Einhalt zu gebieten. Die katholische Moraltheologie habe die bewaffnete Abwehr von Gefahren als Ultima Ratio nie ausgeschlossen. Verantwortlich eingesetzt seien Waffen aber nur dann, wenn der Moment der kurzen relativen Entspannung genutzt wird, um den Frieden voranzubringen, „mit dem Gebet. Mit unserem klaren und laut vernehmbaren Bekenntnis zu den Verfolgten, Misshandelten und Ermordeten. Mit unserer konkreten und spürbaren Solidarität“.

 

pm