Fußball: Urteil nach Randale bei Relegationsspiel

Knapp 10 Monate nach der schweren Randale im Relegationsspiel zwischen dem TSV 1860 München und dem SSV Jahn Regensburg am 30. Mai 2017 ist ein erstes Urteil gefallen.

Ein Fan des Münchener Traditionsvereins ist vor dem Münchner Amtsgericht zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr und zehn Monaten verurteilt worden. Zudem muss der 25 Jährige eine Geldstrafe von über 1200 Euro zahlen. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der Mann sich wegen eines besonders schweren Falls des Landfriedensbruches, zweifacher gefährlicher Körperverletzung, zwanzigfacher versuchter gerfährlicher Körperverletzung sowie wegen eines Verstoßes gegen das bayerische Versammlungsgesetz strafbar gemacht hat. Hinzu kommt dann auch noch ein dreijähriges, bundesweites Stadionverbot.

Ob er auch für die Schäden im Stadion aufkommen muss, ist noch nicht entschieden. Die Gesamtschäden belaufen sich, soweit bekannt, auf etwa 8000 Euro für die beschädigten Sitze und zwischen 5000 und 6000 Euro für Ballfangnetze.

Außerdem hat das Urteil auch noch berufliche Konsequenzen für den Löwenfan: Aufgrund der Vorstrafen kann sich der derzeit angestellte Kaminkehrer nicht selbstständig machen.