Festakt für „Blutspender-Elite“

41.765 Blutspenden leisteten die treuesten Oberpfälzer – 452 an der Zahl – gemeinsam. Und für diese Blutspender, die am häufigsten den Weg zur Blutspende gegangen sind, organisiert der Blutspendedienst des BRK (BSD) jährlich Ehrungen. Vergangene Woche in Weiden für die Gäste aus der Region Oberpfalz.

Eingeladen war mit Reinhard Graeml ein besonderes Vorbild. Denn er allein spendete bereits 175 Mal Blut: „Für mich ist es selbstverständlich und schon zur Gewohnheit geworden, regelmäßig Blut zu spenden“, sagte der Treueste der geehrten Oberpfälzer. Bekommen wollen die Spender für ihre regelmäßig guten Taten eigentlich nichts, auch das war in Spenderkreisen immer wieder herauszuhören. Schon gar nicht wollen sie im Licht der Öffentlichkeit stehen! Sie treten mit einer Bescheidenheit auf, die ihresgleichen sucht. 

Gerade deshalb ist es dem Blutspendedienst des BRK ein Anliegen, ihr präsentes Auftreten bei der Blutspende zu würdigen. Ihre Zurückhaltung am Rande ehrt die Spender einmal mehr. Dr. Franz Weinauer, medizinischer Geschäftsführer des BSD, betonte: „Sie haben es verdient! Jeder von Ihnen leistet immer und immer wieder seinen Beitrag, anderen Menschen zu helfen. Mehr noch – Sie alle retten Leben!“ Auch BRK-Präsident Theo Zellner brachte seine Anerkennung deutlich zum Ausdruck: „Ich betrachte es als Ehre, hier oben zu stehen und so viele Menschen zu sehen, die hinschauen und sich für Ihre Mitmenschen einsetzen. Das, was Sie tun, wird wahrgenommen. Das was Sie tun, ist Beispiel geben – und das ist, was wir rausbringen müssen.“

Der BSD lädt sie gerne ein, um ihnen in würdigem Rahmen Aufmerksamkeit zu schenken. Der 25-jährige Felix Brunner, der nach einem schweren Kletterunfall im Jahr 2009 rund 800 Blutkonserven erhielt und seither im Rollstuhl sitzt, bedankte sich herzlich bei den Blutspendern. Der junge Allgäuer erzählte, wie er sein jetziges Leben als Behindertensportler und BSD-Botschafter bestreitet. Darüber hinaus gaben Moderator Michael Sporer vom BR und Kabarettist Chris Böttcher ihr Bestes, um die „Blutspende-Elite aus der Oberpfalz“, betitelte sie Böttcher, zu unterhalten. Neben der Ehrennadel nahmen die Spender so Erinnerungen an einen gelungenen Abend im Kreise Gleichgesinnter mit nach Hause.

pm