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Ferienbeginn: Ganz Deutschland ist auf Achse

Mit Bayern und Baden-Württemberg starten an diesem Freitag die letzten beiden deutschen Bundesländer in die Sommerferien. Der ADAC rechnet mit dem staureichsten Wochenende des Sommers – nicht nur wegen Urlaubsreisenden in Richtung Süden, sondern auch wegen Rückkehrern nach Norddeutschland und Skandinavien: «Die Reiserouten werden zeitweise zum Dauerparkplatz.»

Besonders staugefährdet sind demnach Routen zur Nord- und Ostsee sowie Autobahnen in Richtung Schweiz und Österreich. In Tirol und Salzburg könnten Fahrverbote für den Durchgangsverkehr auf Ausweichstrecken die Situation auf Tauern-, Inntal- und Brennerautobahn verschärfen.

Rund um Mannheim ist zudem mit Behinderungen durch das Formel-1-Rennen auf dem Hockenheimring zu rechnen. Der ADAC rät, die Fahrt in den Urlaub möglichst auf Montag oder Dienstag zu verschieben.

Bei der Deutschen Bahn sind vor allem Verbindungen in Richtung Nord- und Ostsee sowie Österreich und Italien stark nachgefragt. «Wir rechnen mit einem hohen Reisendenaufkommen, gehen aber nicht von einer angespannten Betriebssituation aus», sagte ein Sprecher. Wegen der Hitze würden bei der Klimaanlagen zusätzlich gewartet und Wasser für die Fahrgäste bereitgestellt.

Auch das Fernbusunternehmen Flixbus verzeichnet steigende Buchungen. «Sollten wir feststellen, dass mehr Kapazitäten benötigt werden, sehen wir den Einsatz von Doppeldecker- oder Zusatzbussen vor», sagte ein Sprecher.

An den Flughäfen wird ebenfalls mit großem Andrang gerechnet: Die beiden größten deutschen Flughäfen in Frankfurt und München stellen sich auf insgesamt rund 1,1 Millionen Passagiere am Wochenende ein.

Die Berliner Flughäfen Tegel und Schönefeld erwarten knapp 325 000 Fluggäste. «Richtig aufregend wird aber erst das Wochenende danach», sagte ein Sprecher. «Dann gehen bei uns die Ferien wieder zu Ende.»

Der Passagierandrang am Düsseldorfer Flughafen bleibt auf hohem Niveau. «Die verkehrsstärksten Tage liegen mit dem Ferienbeginn in NRW aber hinter uns», sagte ein Flughafensprecher. Für kommenden Freitag bis Sonntag sei mit 249 000 Passagieren zu rechnen.

dpa