Fahrradkonzept in Straubing: Polizei zieht Bilanz

Zum Beginn der Fahrradsaison 2014 stellte die Polizeiinspektion Straubing ihr Fahrradkonzept vor. „Wir wollen die Sicherheit für Fahrradfahrer erhöhen und den Radldieben das Leben schwerer machen“, erklärte damals Thomas Pfeffer, stellvertretender Leiter der Polizeiinspektion, den Sinn der gemeinsamen Aktion von Polizei, Kreisverkehrswacht und Stadtverwaltung.

Positive Zahlen zeigen sich im Punkt „Sicherheit für Fahrradfahrer“. Die Unfallentwicklung mit Beteiligung von Radfahrern ging im Jahr 2014 um 13% gegenüber dem Jahr 2013 zurück. Waren es 2013 noch 100 Verkehrsunfälle, so sank diese Zahl im letzten Jahr auf 87 Unfälle. In 15 Fällen waren Radfahrer allein am Verkehrsunfall beteiligt.

Besonders erfreulich ist die Entwicklung bei den Unfällen mit Personenschäden. Die Anzahl dieser Unfälle ging zurück und die Zahl der Verletzten nahm deutlich ab. Vor allem bei den schwer verletzten Personen war der Rückgang mit 38 % sehr deutlich. 

Innerhalb des Zieles die Sicherheit für Fahrradfahrer zu erhöhen, war ein besonderer Schwerpunkt des Konzeptes, der sogenannte „Geisterradler“. Also Fahrradfahrer, die mit ihren Rädern den Radweg in der falschen Richtung befahren. Vor allem in diesem Bereich wurde,  zusammen mit der Kreisverkehrswacht, der Stadt Straubing und der Sicherheitswacht, auf die Gefahren hingewiesen, welchen Geisterradler sich und anderen Verkehrsteilnehmern durch ihr Verhalten aussetzen. Zusätzlich erfolgte an ausgewählten Örtlichkeiten im Stadtgebiet durch Kreisverkehrswacht und Stadt Straubing die Montage der Schilder „Geisterradler gefährden!“. Der Gedanke war, so möglichst viele der angesprochenen Radler von der Gefährlichkeit ihres Handelns zu überzeugen, bevor etwas passiert. Betrachtet man nun die Verkehrsunfälle unter Beteiligung von Geisterradlern im Jahr 2014, ist ein deutlicher Schritt in die richtige Richtung zu erkennen. Die Zahl ging um 40 % von 20 auf 12 Verkehrsunfälle zurück. Damit einhergehend sank auch der Anteil der dabei verletzten Personen. Es wurden 11 (2013: 17) Personen verletzt. Zwei Radfahrer (2013: sechs) wurden schwer verletzt.

Das Minus an verletzten Radlern ist zwar erfreulich, zufrieden ist die Polizei damit aber nicht. Mit erneuten Aktionen im Jahr 2015 wird die Polizeiinspektion Straubing weiter an einer Verringerung der Unfallzahlen arbeiten. Und jeder Bürger kann seinen Beitrag zu mehr Sicherheit im Straßenverkehr leisten. Ein Aufruf an alle Verkehrsteilnehmer ist hier: „Gegenseitige Rücksichtnahme!“

Für viel Arbeit bei der Polizei und großen Unmut bei den Betroffenen, sorgte auch im Jahr 2014 wieder der Fahrraddieb. 394 Mal hat er im vergangenen Jahr zugeschlagen. Im Vergleich zu 413 Fällen aus dem Jahr 2013 ist dies zwar ein leichter Rückgang, eine Trendwende sieht die Polizei nicht. Im Kampf gegen die Fahrraddiebe waren lediglich vereinzelt Erfolge zu verzeichnen. Hervorzuheben sind vor allem zwei Kontrollen. In diesen Fällen konnten die Täter des Fahrraddiebstahls überführt werden, da die von ihnen gestohlenen Räder in der Fahrrad-Datenbank registriert waren. Die Geschädigten wussten zum Kontrollzeitpunkt noch nicht, dass ihre Drahtesel gestohlen waren. 

Die Fälle zeigen, dass eine Registrierung der Fahrräder sinnvoll ist. Sowohl die Beamten, als auch die Angehörigen der Sicherheitswacht, sowie die Bürgerinnen und Bürger, waren in diesem Bereich überaus aktiv. So wurden im Jahr 2014  insgesamt 1.082 Fahrräder neu registriert. Der Wert von 557 registrierten Rädern aus dem Jahr 2013 konnte damit nahezu verdoppelt werden. Daher die klare Botschaft der Straubinger Polizei: „Weiter so - lassen sie ihr Fahrrad registrieren!“ 

Der nächste gemeinsame Aktionstag von Polizeiinspektion Straubing und Kreisverkehrswacht ist auf Samstag, den 11.04.2015, am Steiner-Thor-Platz, angesetzt. In der Zeit von 10.00 Uhr bis 14.00 Uhr können sich Bürger informieren und ihre Fahrräder registrieren lassen. Allzeit sichere Fahrt wünscht die Straubinger Polizei.                        

 

 

 

pm