Ermittlungen: Wurde Wolbergs abgehört?

In der Regensburger Korruptionsaffäre soll die Staatsanwaltschaft im Zuge ihrer Ermittlungen auch Telefonate des inzwischen verhafteten Oberbürgermeisters Joachim Wolbergs (SPD) abgehört haben. Das berichtete die «Mittelbayerische Zeitung» am Mittwoch. Die Anklagebehörde äußerte sich dazu auf Anfrage nicht.

Dem Bericht zufolge besuchten die Ermittler nur Stunden nach einem einschlägigen Telefonat den Fußballverein SSV Jahn Regensburg und baten um Herausgabe von Akten.

Den Ermittlungen zufolge hatte Wolbergs bei der Vergabe eines früheren Kasernenareals im Oktober 2014 das Unternehmen eines ebenfalls beschuldigten Bauunternehmers bevorzugt. Im Gegenzug soll der Unternehmer an die Regensburger SPD Spenden in sechsstelliger Höhe gezahlt und Wolbergs sowie ihm nahestehenden Personen geldwerte Vorteile verschafft haben. Er soll sich auch an der Rettung des Fußballclubs Jahn Regensburg beteiligt haben.


Video: Wir haben heute mit einem Experten über mögliche Konsequenzen der Ermittlungen gesprochen.

dpa/MF