Entscheidung zum Gymnasium Lappersdorf vertagt

Die Entscheidung über die Erweiterung des Gymnasiums Lappersdorf, die am Freitag, 6. Februar 2015, geplant war, wird verschoben. Die Kreistagssitzung, die zu diesem Thema anberaumt wurde, entfällt damit. Eine endgültige Entscheidung darüber, ob das Gymnasium baulich erweitert und somit an die Schülerzahl angepasst wird, soll im Rahmen einer Kreistagssitzung am 13. März 2015 fallen. Grund für die Verschiebung sind Nachfragen des Landkreises Schwandorf an den Gutachter. Der Schwandorfer Landrat Thomas Ebeling erklärte bei einem gemeinsamen Treffen im Regensburger Landratsamt mit Landrätin Tanja Schweiger, dem Schulreferenten der Stadt Regensburg Dr. Hermann Hage und den Fraktionsspitzen des Regensburger und Schwandorfer Kreistags, dass er das Gutachten noch nicht als abgeschlossen betrachte.

„Der Landkreis Regensburg sieht das Gutachten als abgeschlossen an. Allen Fraktionen ist das Gutachten zugegangen und es gab keine Nachfragen. Es soll aber der vorgezeichnete Weg zu Ende gegangen und damit dem Landkreis Schwandorf noch die Möglichkeit eingeräumt werden, weitere Aspekte einzubringen“, erklärt Landrätin Tanja Schweiger. Der Landkreis Regensburg hat das Gutachten zur Entwicklung der Schüler- und Klassenzahlen von Realschulen und Gymnasien im Raum Regensburg gemeinsam mit dem Landkreis Schwandorf und der Stadt Regensburg in Auftrag gegeben. „Die beiden Partner haben gebeten, sich nochmal zu treffen und insbesondere der Landkreis Schwandorf hat noch Nachfragen an den Gutachter. Daher wird der gemeinsame Abschlusstermin erst Anfang März stattfinden können“, so die Landrätin.

„Im Zuge einer guten nachbarschaftlichen Zusammenarbeit und weil es mir wichtig ist, dass der Landkreis Regensburg ein verlässlicher Partner ist, möchte ich das Gutachten erst gemeinsam mit dem Landkreis Schwandorf und der Stadt Regensburg zu Ende führen, bevor der Kreistag eine Entscheidung trifft“, betont Landrätin Tanja Schweiger. Auch die Regierung der Oberpfalz, die letztendlich die schulaufsichtliche Genehmigung für die Vierzügigkeit erteilen muss, wünscht eine Fortsetzung des Dialogs zwischen den beiden Landkreisen und der Stadt Regensburg und wartet auf eine Abstimmung zwischen den drei Partnern. „Auch wenn sich für den Landkreis Regensburg sicherlich keine neuen Erkenntnisse mehr ergeben und für uns das Vorhaben entscheidungsreif ist, soll die Sitzung auf den 13. März 2015 vertagt werden“, so die Landrätin.

Mit der Verschiebung der Entscheidung um fünf Wochen, ist man immer noch im Zeitplan. Seit der einstimmigen Entscheidung des Regensburger Kreistags am 8. Dezember 2014, das Gymnasium Lappersdorf schnellstmöglich zu einem vierzügigen Gymnasium zu erweitern, hat bereits am 15. Dezember 2014 ein erstes Gespräch mit der Regierung der Oberpfalz zur Klärung der Bedarfsnotwendigkeit und zur Förderfähigkeit des Erweiterungsbaus stattgefunden. Die schulaufsichtliche Genehmigung und die Förderung gemäß Art. 10 FAG können noch bis spätestens Ende November 2015 beantragt werden. Die Regierung der Oberpfalz könnte den vorzeitigen Maßnahmenbeginn ab Anfang des Jahres 2016 genehmigen. Für das Ausschreibungsverfahren wäre das Winterhalbjahr 2015/2016 vorgesehen und der Baubeginn könnte im Frühjahr 2016 erfolgen.

Die Vertagung der Entscheidung sollte auch bei den Eltern aus dem Einzugsgebiet von Lappersdorf, die ihre Kinder für das nächste Jahr in einem Gymnasium anmelden wollen, keine Verunsicherung auslösen. „Die Schuleinschreibung ist im Mai 2015. Wenn wir im März entscheiden, haben die Eltern auf jeden Fall Klarheit über die künftigen Kapazitäten“, so die Landrätin.

 

pm