Engpässe bei Versorgung mit Blutkonserven: Spender dringend gesucht

Kaltes Wasser, Eis und eine ordentliche Portion Wind – das sind Dinge, mit denen man die Menschen momentan hinter dem so oft zitierten Ofen hervorlocken kann. Mit einem Aufruf zur Blutspende wohl eher nicht. Das müssen die Blutspendedienste in
Deutschland gerade schmerzlich erkennen. Die Anzahl der Blutspenden geht in diesen Tagen aufgrund der sommerlichen Temperaturen dramatisch zurück, der Bedarf an Blutkonserven hingegen steigt.
Abkühlung garantiert: Nach der Blutspende ein Eis genießen
Die anhaltend hohen Temperaturen mit wenig Aussicht auf Wetterbesserung führen bereits jetzt zu Engpässen in der Versorgung. „Hochsommerliche Temperaturen sind objektiv betrachtet kein Grund, nicht zur Blutspende zu gehen. Gesundheitlich spricht bei einem gesunden Menschen nichts dagegen.“, sagt Jan Noack, Unternehmenssprecher von Deutschlands größtem unabhängigen Blutspendedienst Haema. „Zudem sind unsere Blutspendezentren bestens klimatisiert, Getränke, ob warm oder kalt, sind ausreichend vorhanden und nach der Spende kann man in den meisten unserer Einrichtungen sogar noch ein Eis genießen.“ Nicht von der Hand zu weisen ist der Fakt, dass hohe Temperaturen einigen Menschen Kreislaufprobleme bereiten können und gerade deshalb, so Noack, die empfohlene Ruhezeit nach der Spende eingehalten werden sollte.

Ferienzeit ist Unfallzeit: Bedarf an Blutkonserven steigt

Der Bedarf an Blutkonserven von Krankenhäusern und Arztpraxen sinkt in den Sommermonaten nicht. Ganz im Gegenteil: Die Ferienzeit ist oft auch Unfallzeit und die Nachfrage an Blutprodukten steigt. Um länger geplante Operationen nicht verschieben zu müssen, sind die medizinischen Einrichtungen unbedingt auf die regelmäßigen Spenden angewiesen. 15.000 Blutspenden sind täglich notwendig, um dem Bedarf gerecht zu werden. Gut zwei Drittel aller Menschen benötigen irgendwann in ihrem Leben Blut, Blutplasma oder daraus hergestellte Arzneimittel. Eine Blutspende tut nicht weh und bedeutet nur einen geringen zeitlichen Aufwand. Die Spende dauert etwa zehn Minuten, die Anmeldung und Untersuchung für Erstspender etwa 45 Minuten. Spenden kann jeder Gesunde ab 18 Jahren mit einem Mindestkörpergewicht von 50 Kilogramm, der im Besitz eines gültigen Personalausweises ist. Alle Spender erhalten kostenlose Gesundheitschecks und einen Nothilfepass. Eine  Aufwandsentschädigung wird Wiederholungsspendern auf Wunsch ebenfalls gewährt. Weitere Informationen zu den Spendemöglichkeiten finden Sie unter www.haema.de.
MK/ pm