Eisbären stehen mit dem Rücken zur Wand

Die Eisbären Regensburg haben am Abend mit 2:4 bei den Selber Wölfen verloren. Am kommenden Dienstag müssen die Regensburger in der Donau-Arena gewinnen, sonst ist die Saison beendet.

Das erste Drittel lief extrem bitter für die Eisbären. Das Unheil nahm vor allem ab der 13. Minute seinen Lauf. Als Andre Bühler aufgrund einer Spielverzögerung auf der Strafbank saß, musste Lukas Miculka, nachdem ihm die Scheibe glücklich an den Körper gesprungen war, nur noch einschieben zum 1:0 für die Oberfranken. Der zweite Treffer der Wölfe fiel bei einer doppelten Unterzahlsituation: Landon Gare netzte nach 17 Spielminuten aus zentraler Position ins lange Eck ein. Und es kam noch schlimmer: Kurz vor Drittelende waren die Hausherren schon wieder in Überzahl und Miculka erzielte sein zweites Tor an diesem Abend. In diesem ersten Spielabschnitt gab es insgesamt fünf Strafzeiten gegen die Eisbären. Laut eisradio.de waren einige Entscheidungen „diskutabel“. Trainer Max Kaltenhauser diskutierte des öfteren mit den Schiedsrichtern – es half alles nichts. Mit einer 0:3-Bürde ging es in den zweiten Spielabschnitt.

Zu Beginn des zweiten Drittels dann die ganz große Möglichkeit auf den ersten Eisbären-Treffer: In der 25. Spielminute traf Tomas Schwamberger den Pfosten. Die Regensburger kamen gut aus der Kabine. Allerdings mussten sie nach knapp einer halben Stunde beinahe den vierten Gegentreffer hinnehmen, als Slavetinsky abgezogen hatte und den Pfosten traf. Wieder sollte eine Überzahlsituation ein Tor nach sich ziehen, diesmal allerdings aufseiten der Gäste: Kapitän Peter Flache arbeitete das Spielgerät über die Linie und verkürzte auf 3:1. Und weiter gings mit Powerplay-Situationen: Nicholas Miglio musste nach einem unkorrekten Körperangriff in die Kühlbox und Nico Kroschinski fälschte einen Schuss von Nikola Gajovksy aus der Luft ab – 3:2. Wenige Sekunden vor der zweiten Sirene hatte Constantin Ontl den Ausgleich auf dem Schläger, aber Wölfe-Schlussmann Weidekamp konnte parieren. Der Ausgleich wäre zu diesem Zeitpunkt verdient gewesen.

In den ersten 10 Minuten des letzten Abschnitts gab es wenig Höhepunkte in der Netzsch-Arena. Sechs Minuten vor dem Ende der Partie ließen die Eisbären eine Überzahlsituation ungenutzt. Als alle Mann wieder auf der Eisfläche waren, kassierten die Gäste einen sehr unglücklichen Gegentreffer, den Peter Holmgren nicht mehr verhindern konnte – es war die Entscheidung zum 4:2 durch Fedor Boiarchinov.

In der Best-of-five-Serie steht es jetzt 2:0 für die Selber Wölfe. Morgen arbeiten wir mit Tomas Gulda im Kneitinger Sportstudio das Wochenende auf und schauen uns auch ein paar Tore vom zweiten Spiel in Selb an.