Ehemaliger Bayern-Ei-Geschäftsführer muss in U-Haft bleiben

Wegen neuer Vorwürfe in der Salmonellen-Affäre bleibt der ehemalige Geschäftsführer der niederbayerischen Firma Bayern-Ei in Untersuchungshaft. Wie ein Justizsprecher am Dienstag in Nürnberg mitteilte, hat das Amtsgericht Regensburg Mitte Februar einen neuen Haftbefehl erlassen, «der neue Tatvorwürfe zum Gegenstand hat, die für sich genommen einen eigenständigen Haftbefehl rechtfertigen würden».

Dem 45-Jährigen, der im August 2015 verhaftet wurde, wird inzwischen gefährliche Körperverletzung in 91 Fällen zur Last gelegt – davon in einem Fall – bei einem 94-Jährigen in Österreich – mit Todesfolge. Außerdem wirft die Staatsanwaltschaft dem Mann gewerbsmäßigen Betrug in 471 Fällen vor – mit einem Schaden von gut fünf Millionen Euro. Zuerst hatte der Bayerische Rundfunk darüber berichtet.

Bislang geht es nur um Erkrankte aus Österreich, die sich durch salmonellenbelastete Eier der Firma infiziert haben sollen. Die Ermittlungen wegen Erkrankungen in anderen Ländern laufen noch. Mit dem erweiterten Haftbefehl begann die Sechs-Monats-Frist von neuem: Eine Haftprüfung muss nun am 11. Juli stattfinden.

Die Firma Bayern-Ei aus Aiterhofen soll im Jahr 2014 europaweit mit Salmonellen verunreinigte Eier verkauft haben.

 

dpa