Donaustauf: Aufregung um geplantes Asylbewerberwohnheim

Die Umwandlung der Frühstückspension „Walhalla“ zu einer Asylbewerberunterkunft sorgt in Donaustauf für Streit. Besonders die Anzahl der aufzunehmenden Asylbewerber und die Lage der Unterkunft in einem Wohngebiet sind umstritten.  


 

Das Landratsamt plant 45 bis 55 Personen in der Frühstückspension „Walhalla“ unterzubringen. Für die Anwohner sind das zu viele. Sie fürchten die Lärmbelastung. Außerdem sehen viele die Lage der Asylbewerberunterkunft inmitten eines Wohngebiets und in direkter Nähe einer Schule kritisch. Mit einer Unterschriftenliste fordern über 800 Anwohner mehr Aufklärung zum geplanten Asylbewerberheim und zur dortigen Betreuung der Asylbewerber.

Die geplante Asylbewerberunterkunft war auch der Auslöser für einen Eklat im Marktgemeinderat am Donnerstagabend gewesen: Obwohl Karl Schützmeier, Eigentümer der Pension und Antragsteller des Umnutzungsantrags für die Frühstückspension, kein Rederecht bei der Aussprache über die Umnutzung gehabt hatte, hatte er sich in der Sitzung geäußert. Als Antwort auf Schmährufe aus dem Publikum, rief er aufgebracht die Sätze „Eine Schande für Donaustauf. Donaustauf, der ausländerfeindlichste Ort Bayerns in die Runde.“ Zu weiteren Ausführungen kam er nicht mehr, weil sein Marktratskollege Martin Sendlbeck aufsprang, ihn anbrüllte und sich ihm näherte. Ein Ordnungsruf des Bürgermeisters an Sedlbeck sorgte aber für Ruhe. Schützmeier verließ daraufhin die Versammlung. 

Um die Wogen zu glätten, findet am Donnerstag ein Runder Tisch im Landratsamt statt. Bis 15. Dezember muss der Marktgemeinderat dann bezüglich der Umnutzung der Pension eine Entscheidung fällen.

 JE