Der letzte Schnaps wird gebrannt

Es riecht nach in fettgebratenem Popcorn oder nach Kornflakes. Auf dem Gut Hölzhof in Wenzenbach wird seit 1904, also seit drei Generationen Schnaps gebrannt. Eine lange Tradition die in drei Tagen zu Ende geht.


 

Denn das deutsche Branntweinmonopol endet, dass heißt der Staat subventioniert keinerlei Brennereien mehr, weil die Konkurrenz aus anderen EU-Staaten billliger ist. Laut Johannes Wiesbeck macht die globale Wirtschaft viel kaputt auch die Ökologie. So durfte er von seinen 550 Hektolitern nur noch 26 Prozent liefern. Bei den derzeitigen Produktionskosten einfach zu wenig, um noch rentabel zu sein. Der Schnaps wird hier aus nassem Mais gewonnen. Und hat wenn er fertig ist 90 Prozent Alkohol. Der wird dann entweder auf Trinkstärke verdünnt oder für Lösungsmittel, Medikamente oder auch für die Kosmetikindustrie verwendet.

Und weil mit der Schnapsbrennerei jetzt ein bedeutender Teil des Einkommens wegfällt, hat Johannes Wiesbeck schon die nächste Idee. Er möchte etwas mit Energiegewinnung machen.

TeS