„Das Bier danach“ gewinnt Felix-Burda-Award

Am 26. April 2015 wurde zum 13. Mal der Präventionspreis Felix Burda Award im Rahmen einer festlichen Gala im Hotel Adlon Kempinski in Berlin verliehen. In vier Kategorien werden innovative Projekte und engagierte Persönlichkeiten für ihre herausragenden Leistungen im Bereich der Darmkrebsvorsorge geehrt. Das Projekt „Das Bier danach“, das von Dr. Michael Reng, Goldberg-Klinik Kelheim, und Brauereichef Georg VI. Schneider, Schneider Weisse München/Kelheim ins Leben gerufen wurde, überzeugte die Jury und wurde mit dem Award in der Kategorie „Engagement des Jahres“ ausgezeichnet. Die beiden unkonventionellen Querdenker verfolgen mit der Initiative das Ziel, die Darmkrebsvorsorge im ersten Schritt bayernweit gesellschaftsfähig zu machen. Durch den Preis bietet sich die Chance, eine verstärkte Aufmerksamkeit auf nationaler Ebene zu erreichen. Ihre Absicht: Aus Droh-Medizin soll Froh-Medizin werden.

Darmkrebs ist die häufigste Krebserkrankung in Deutschland. Etwa 70.000 Personen werden jährlich mit der Diagnose konfrontiert, bei mehr als 26.000 Betroffenen endet die Erkrankung tödlich. Dies könnte durch eine rechtzeitige Vorsorgeuntersuchung und die damit verbundene Früherkennung vermieden werden. Darmkrebs ist heilbar, wenn die Vorzeichen früh genug erkannt werden. Bevor er ausbricht, entstehen Polypen, gutartige Tumore, die operativ entfernt werden können, bevor sie bösartig werden. Dieser Fakt ist aber in der Bevölkerung nicht ausreichend bekannt, da das Thema tabuisiert wird. Gastroenterologe Dr. Michael Reng, der in seiner Praxis täglich mit dem Thema und seinen Folgen konfrontiert wird, hat sich Gedanken gemacht, wie man das nicht gefällige Thema der Bevölkerung nahebringen kann. Der Ansatz für die Idee lag im Flüssigkeitsverlust, den Patienten nach der Vorsorge, der sogenannten Koloskopie, ausgleichen müssen. In der Regel wird dies durch Apfelschorle, Wasser oder Tee erreicht. Warum nicht durch isotonisches, alkoholfreies Weißbier, dachte sich der findige Mediziner und sprach Georg VI. Schneider an.

„Als Familienunternehmer trägt man täglich Verantwortung für die Brauerei und die Mitarbeiter im engeren Sinn, aber auch für gesellschaftliche Themen, die darüber hinausgehen. Sport, Kultur und Musik sind üblicherweise die Felder, in denen wir Brauer uns engagieren. Aber das Leben ist mehr und nicht immer nur Sonnenschein, und so hat Dr. Reng mit seiner zugegebenermaßen sehr ungewöhnlichen Idee bei mir offene Türen eingerannt“, berichtet Brauereichef Georg VI. Schneider von der ersten Begegnung. Daher stellt Schneider Weisse nun sein isotonisch-kräftiges, alkoholfreies Weissbier für die Patienten in der Kelheimer Klinik zur Verfügung. Um die Initiative zu verbreiten, mussten Mitstreiter und Fürsprecher gefunden werden. Das ist den beiden engagierten Querdenkern gelungen. „Aktuell haben wir in Bayern knapp 20 teilnehmende Brauereien und insgesamt 64 Ärzte für unsere Idee gewinnen können“, zeigt Dr. Reng die Entwicklung des Projektes auf. „Das Bier danach“ ist geschützt, zu sehen am DÜV-Siegel – Darmkrebs-Überlebens-Versicherung.

 

pm / SC