COVID19-Forschung: Bayerische Forschungsstiftung will Projekte beschleunigen

Die Bayerische Forschungsstiftung (BFS) will die Forschung zum neuartigen Coronavirus im Freistaat beschleunigen und ruft daher einen eigenen Förderschwerpunkt aus. Auf dieses besondere Format wies Wissenschaftsminister Bernd Sibler, der als stellvertretender Vorsitzender dem Stiftungsrat der BFS angehört, heute in München hin. „Mit diesem neuen Programmschwerpunkt wollen wir es unseren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern ermöglichen, für überzeugende Projektanträge zu COVID19, die sie gemeinsam mit Partnern aus der Wirtschaft umsetzen wollen, schnell an Fördermittel zu gelangen. Sie können sich ab sofort für eine Unterstützung bei der Bayerischen Forschungsstiftung bewerben. Wir sagen COVID19 mit dieser Initiative mehr denn je den Kampf an“, betonte Sibler.

Die Erkenntnisse der Wissenschaft seien die Grundlage für den Kampf gegen Corona – von der Eindämmung des Virus bis zur Therapie der Erkrankung und der Impfstoffforschung. Sie fördert bis zu 75 Prozent der Projektkosten. Bei Vorhaben, die als Leuchttürme eingestuft werden, kann die Fördersumme auch über eine Million Euro betragen. Die Laufzeit der Projekte ist auf ein Jahr begrenzt. Der Präsident der Bayerischen Forschungsstiftung Prof. Dr. Dr. h. c. (NAS RA) Arndt Bode erklärte: „Mit dieser Initiative will die Bayerische Forschungsstiftung dazu beitragen, dass Forscherinnen und Forscher in Bayern rasche Erfolge beim Verständnis und der Bekämpfung des Virus erzielen können.“

 

Nur wenige Wochen vom Antrag bis zur Bewilligung

Die Forscherinnen und Forscher können ihre Anträge auf Projektförderung zunächst bis Ende Juni 2020 einreichen. Sie müssen dabei bestätigen, dass die Kapazitäten für die medizinische Betreuung von Corona-Erkrankten durch die Forschungstätigkeit nicht beeinträchtigt werden darf. Das Begutachtungs- und Genehmigungsverfahren soll so beschleunigt werden, dass für erfolgreiche Anträge nur wenige Wochen von der Antragsstellung bis zur Bewilligung der Fördermittel vergehen.

 

Pandemie durch verbesserte Datenbasis in den Griff bekommen

Die Forschung an Universitätskliniken und Hochschulen leistet einen wichtigen Beitrag dazu, Therapiemöglichkeiten und Präventionsmaßnahmen zu entwickeln und die Pandemie zum Beispiel durch verbesserte Datengrundlagen in den Griff zu bekommen. Die bayerischen Forscherinnen und Forscher arbeiten dabei bundes-, EU-weit- und international vernetzt.

 

 

Die Bayerische Forschungsstiftung

Die Bayerische Forschungsstiftung wurde 1990 gegründet. Ergänzend zur staatlichen Forschungsförderung unterstützt sie Kooperationsvorhaben zwischen Forschungseinrichtungen (Hochschulen bzw. außeruniversitären Einrichtungen) und Unternehmen, die für die wissenschaftliche-technologische Entwicklung Bayerns oder die bayerische Wirtschaft von Bedeutung sind. Seit ihrer Gründung hat die Bayerische Forschungsstiftung für 919 Projekte rund 586 Millionen Euro bewilligt.

Weitere Informationen zum Förderschwerpunkt „COVID-19-Forschung“ der Bayerischen Forschungsstiftung finden Sie hier.

© Symbolbild / Quelle: Pixabay

 

Mitteilung Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst

 

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Pressemitteilung / MF