Coronavirus: Deutschland schließt Grenzen zu Nachbarländern

Seit Montagmorgen hat Deutschland seine Grenzen zu den Nachbarländern geschlossen. Dies betrifft in Bayern nicht nur Tschechien, sondern auch Österreich. Damit soll die Coronavirus-Epidemie eingedämmt und die Zahl der Infizierten und Toten so klein wie möglich gehalten werden.

An den deutschen Grenzübergängen nach Luxemburg und Frankreich bildeten sich einem Sprecher der Bundespolizei zufolge erste Rückstaus. Seit 8.00 Uhr werde bei der Einreise ins Saarland und nach Rheinland-Pfalz kontrolliert. Die Menschen zeigten aber eine „hohe Akzeptanz“ für die Maßnahmen.

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hatte die umfassenden Kontrollen und Einreiseverbote am Sonntagabend angekündigt. „Für Reisende ohne triftigen Reisegrund gilt, dass sie nicht mehr einreisen können.“ Dies war von Seehofer, Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und mehreren Ministerpräsidenten vereinbart worden. Zudem rät die Bundesregierung von allen nicht notwendigen Reisen ins Ausland ab.

An der Grenze zu Österreich blieb es zu Beginn der Kontrollen ruhig. Der Verkehr rollte zunächst normal weiter. Der Rückstau nach Österreich war gering, wie dpa-Reporter berichteten. Auch Raststätten und deren Parkplätze im Grenzgebiet seien auffällig leer. Auch im Norden blieb ein Verkehrschaos zunächst aus. Dänemark hatte die Grenze zu Deutschland bereits am Samstag um 12.00 Uhr geschlossen.

Die Grenzkontrollen zur Eindämmung des Coronavirus gehen mit weiteren drastischen Einschränkungen im öffentlichen Leben einher. Seit Montag sind viele Schulen und Kitas geschlossen. Um die Ausbreitung des Virus Sars-CoV-2 zu verlangsamen, dürfen in vielen Bundesländern auch keine größeren Veranstaltungen mehr abgehalten werden. Die Bahn will den Regionalverkehr reduzieren. Die Inseln in der Nord- und Ostsee werden für Touristen gesperrt.

 

Erstmeldung

Reisende ohne triftigen Grund dürfen daher nicht mehr nach Deutschland einreisen, wie ein Sprecher der Bundespolizei mitteilte. Der Warenverkehr und Berufspendler seien davon aber nicht betroffen.

Kurz vor und zu Beginn der Kontrollen blieb es an der Grenze ruhig. Der Verkehr rollte zunächst normal weiter, der Rückstau nach Österreich war gering, wie dpa-Reporter vor Ort berichteten. Auch Raststätten und deren Parkplätze im Grenzgebiet seien auffällig leer.

Grenzkontrollen zwischen Deutschland und Österreich gibt es schon seit der Flüchtlingskrise im Herbst 2015. Die neuen Regelungen würden vorerst auf unbestimmte Zeit laufen, sagte ein Sprecher der Bundespolizei. Ob es demnächst zu Chaos oder langen Rückstaus an der Grenze komme, sei derzeit noch nicht abschätzbar.

Deutschlandweit Grenzen geschlossen

Nicht nur nach Österreich sind die Grenzen geschlossen, sondern auch in die Schweiz, Frankreich, Luxemburg und Dänemark.

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hatte die Maßnahmen am Sonntagabend angekündigt. Sie waren zuvor von Kanzlerin Angela Merkel (CDU), Seehofer und mehrere Ministerpräsidenten vereinbart worden.

Dänemark hatte die Grenze zu Deutschland bereits am Samstag um 12.00 Uhr geschlossen. Ein Verkehrschaos blieb am Montagmorgen zunächst aus.

 

Pressemeldung dpa