Corona-Krise: Wolbergs-Prozess verschiebt sich

Der Korruptionsprozess gegen den suspendierten Regensburger Oberbügermeister Joachim Wolbergs zieht sich in die Länge.

Angesichts der Corona-Krise sind die Verhandlungstermine in dieser Woche (21. und 23. April) abgesagt worden, wie ein Gerichtssprecher am Montag mitteilte. Der seit Herbst 2019 laufende Prozess soll voraussichtlich am 4. Mai fortgesetzt werden.

Die Staatsanwaltschaft wirft Wolbergs vor, sich im Kommunalwahlkampf 2014 von Bauunternehmern mit Parteispenden bestechen lassen zu haben. Der 49-Jährige weist dies zurück. In einem ersten Prozess war er im Juli 2019 wegen zwei Fällen der Vorteilsnahme verurteilt und in sämtlichen weiteren Vorwürfen freigesprochen worden. Von einer Strafe sah das Gericht ab.

Sein Amt als Oberbürgermeister wird Wolbergs nicht mehr aufnehmen. Bei der Kommunalwahl im März hat er für den Wählerverein «Brücke» die drittmeisten Stimmen erhalten. Neue Rathauschefin wird die SPD-Kandidatin Getrud Maltz-Schwarzfischer, die Wolbergs seit dessen Suspendierung Anfang 2017 vertritt.

 

dpa