Corona in Ostbayern: Tourismus-Lockdown kostet 550.000 Euro pro Stunde!

Seit mehreren Wochen steht die Tourismusbranche in Bayern still. Nichts geht mehr. Der Tourismusverband Ostbayern e.V. fordert dringend einen klaren Öffnungsplan für die Tourismusbranche. Denn der Lockdown kostet in Ostbayern 550.000 Euro pro Stunde. 

Die Pandemie dauert an. Täglich erhöht sich der wirtschaftliche Druck auf die touristischen Betriebe in Ostbayern. „Wir brauchen jetzt eine Perspektive und jetzt eine spürbare Dynamik“, fordert Braun. Für ihn sind die Pfingstferien maßgeblich: „Am 30. Mai starten die Pfingstferien. Wir bitten die Politik eindringlich, diesen Termin in den Fokus zu nehmen. Keine der verlorenen Übernachtungen der vergangenen Wochen kann kompensiert werden, doch die gesamte touristische Branche schlittert ohne Öffnungsdatum und Öffnungskonditionen in eine Katastrophe“.

Der Lock down koste in Ostbayern pro Stunde 550.000 Euro, errechnet Dr. Michael Braun, Vorstand des Tourismusverbandes Ostbayern e.V., auf Basis der touristischen Wertschöpfung.

Nach fast sieben Wochen wollen die touristischen Betriebe und Einrichtungen wieder öffnen. Braun versichert, dass die Branche dies in großem Verantwortungsbewusstsein fordert. Schock und Verwirrung seien überstanden. „Gastronomie, Hotellerie, Erlebnis- und Freizeiteinrichtungen brauchen jetzt einen klaren Öffnungsplan.“, fordert er, „wer darf wann und unter welchen Auflagen wieder öffnen. Alle Leistungsträger sind bereit, sich auf Abstands- und Hygieneeinrichtungen einzurichten“.

Die Wirtschaftshilfen von Bund und Ländern seien beispiellos und extrem wichtig, um der Tourismusbranche in der Corona-Krise zu helfen. „Genauso bedeutend ist es aber, die Anforderungen, die die Coronaerkrankung an uns stellt, sorgfältig in den Arbeitsprozess zu integrieren und den Tourismus Schritt für Schritt zu öffnen“, sagt Braun. Der ostbayerische Tourismus stehe vor dem Zusammenbruch, wenn er zur Handlungsunfähigkeit gezwungen werde. Die Branche brauche zudem mindestens eine dreiwöchige Vorlaufzeit, um Hygienemaßnahmen umzusetzen, ebenso wie die Gäste eine Vorlaufzeit für die Planung und Buchung benötigen. Braun gibt weiterhin zu bedenken, dass der Tourismus die Wochenenden brauche und bittet, die Öffnungsphase am ersten Pfingstwochenende, und nicht etwa erst am Montag zu starten.

„Tourismus bietet wie keine andere Branche heimatnahe und nachhaltige Arbeitsplätze“, appelliert Braun an die Politik, „ich bitte an dieser Stelle alle politischen Mandatsträger um Unterstützung unserer Haltung. Sie helfen damit den rund 80.000 Menschen, die in der Oberpfalz und in Niederbayern vom Tourismus leben.“

 

 

Pressemitteilung Tourismusverband Ostbayern

 

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