Corona in Bayern: Rund 500 Contract Tracing Teams im Einsatz

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie in Bayern sind bereits rund 500 Contract Tracing Teams (CTT) im Einsatz. Diese kümmern sich vor allem um die Rückverfolgung von Coronainfektionen, um die Infektionsketten einzudämmen und zu unterbrechen. 

„Aktuell sind insgesamt über 2.500 zusätzliche Beschäftigte aus der gesamten Staatsverwaltung an den Gesundheitsämtern eingesetzt, um im Contact Tracing zu unterstützen. Das entspricht rund 500 Teams, die vor Ort bei der Ermittlung und Nachverfolgung von Kontaktpersonen sowie bei der Überwachung der Quarantäne mitarbeiten. Allein in Erlangen sind aktuell 50 Personen bzw. 10 Teams im Einsatz.“ – Melanie Huml, Bayerns Gesundheitsministerin

Die Ministerin unterstrich: „Mit unserer Containment- und Tracing-Strategie wollen wir die bestmögliche Eindämmung, Rückverfolgung und Unterbrechung von Coronavirus-Infektionsketten erreichen. Im Endausbau soll pro 20.000 Einwohner ein fünfköpfiges Team bereitstehen. Dann sollen bis zu 650 Teams über ganz Bayern verteilt zum Einsatz kommen. Insgesamt haben wir die Gesundheitsämter zuletzt personell um insgesamt 4.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gestärkt.“

Huml erläuterte: „In den CTTs sind vor allem Beamtenanwärter im Einsatz, die mit einer Schulung auf der Lernplattform des Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) auf ihren Einsatz vorbereitet wurden. Es helfen aber auch weitere Unterstützungskräfte aus anderen Geschäftsbereichen der Staatsverwaltung mit. Ferner haben die Landkreise und Kommunen selbst Mitarbeiter abgestellt. Zusätzlich wurden rund 240 Medizinstudenten und mehr als 100 Ärzte an den Gesundheitsämtern eingesetzt. Über das Robert Koch-Institut wurden zudem 74 weitere Studenten als ‚Containment Scouts‘ bereitgestellt.“

Die Ministerin hob hervor: „Unsere Gesundheitsämter stehen derzeit im Zentrum des Geschehens. Sie sind der Dreh- und Angelpunkt, wenn es um die Umsetzung unserer Containment-Strategie geht – und das seit vielen Wochen!“ Huml ergänzte: „Mit dem Einsatz zahlreicher Unterstützungskräfte aus allen Ressorts im öffentlichen Gesundheitsdienst hat der Freistaat in den vergangenen Wochen kurzfristig und flexibel auf die Herausforderung der Corona-Pandemie reagiert.“

 

 

Pressemitteilung Bayerisches Gesundheitsministerium