Conti-Aufsichtsrat berät über Schließungspläne

Der Aufsichtsrat des Autozulieferers Continental berät am Mittwoch in Hannover über die aktuellen Pläne zur Schließung von ganzen Standorten des Konzerns. Conti will unter anderem die Reifenproduktion in Aachen bis Ende 2021 schließen. Unter dem Druck des Strukturwandels in der Autoindustrie und der Corona-Absatzkrise will der Konzern weltweit bei 30 000 Stellen Veränderungen vornehmen – auch 13 000 in Deutschland sind betroffen.

In Bayern könnten die Standorte Regensburg, Nürnberg und Ingolstadt vom Jobabbau betroffen sein. In Hessen steht das Werk in Karben mit 1100 Beschäftigten nach Angaben der Arbeitnehmervertreter auf der Streichliste. Auch im Ausland stehen Werke zur Disposition, so etwa in Italien und den USA.

Am Dienstag protestierten in Hannover bereits rund 2000 Arbeitnehmer und Gewerkschafter gegen den angekündigten Stellenabbau bei Conti. «Hier entscheidet ein deutscher Vorzeigekonzern darüber, ob er den Pfad des Zusammenhalts und der sozialen Verantwortung verlässt, der uns bislang gut durch diese Krise geführt hat», kritisierte der Vorsitzende der Gewerkschaft IG BCE, Michael Vassiliadis.

dpa

 

Ein Teil unserer Berichterstattung zum Thema Continental