Cham: Raub war nur vorgetäuscht – Mann brauchte Polizei zur Handyortung

Am 22.01.2018 zeigte ein 22 jähriger Mauerer aus dem Landkreis Cham bei der Polizei an, in der vorausgegangenen Nacht beraubt worden zu sein. Aufwändige Ermittlungen des in Furth im Wald ansässigen Kommissariats 10 der KPI Regensburg ergaben nun, dass die Geschichte erfunden war.

Wie am 24.01.2018 berichtet, will der junge Mann in der Nacht des Sonntag, 21.01.2018 im Meranweg in Cham beraubt worden sein. So seine Schilderungen in den Nachmittagsstunden des Folgetages bei der Polizei. Nach seinen Angaben ist er durch einen Schlag gegen seinen Kopf ohnmächtig geworden und stellte nach seinem Erwachen fest, dass sein Mobiltelefon und ein Geldschein aus seiner Geldbörse verschwunden waren.

Im Rahmen der umfangreichen Ermittlungen und der damit verbundenen Vernehmungen gestand der vermeintlich Beraubte schließlich, dass er das Geschehen nur vorgetäuscht hat. Vielmehr habe er nach einer zusammenhanglosen Streitigkeit sein Handy vermisst. Er dachte wohl es sei eine gute Idee bei der Polizei nachzufragen ob diese sein „geraubtes“ Handy orten könne und erhoffte sich so Hilfe bei der Suche nach dem modernen Telefon. Zudem hatte er das Mobiltelefon bei sich, als er nun überraschend durch die Ermittler aufgesucht wurde.

Er hat sich nun wegen des Vortäuschens einer Straftat zu verantworten. Ob er verstanden hat, mit einer solchen Räuberpistole etwaige andere – ortsansässige Menschen zu verängstigen, bleibt offen.

PM/MF