Cham: Polizei zieht nach Volksfest Bilanz

Die Polizei in der Kreisstadt Cham berichtet von einem relativ ruhigen und sehr friedlichen Volksfest. Die Sicherheitsvorkehrungen beim 69. Chamer Volksfest wurden erhöht und wurden von den Festbesuchern durchweg positiv erlebt. Die Beamten möchten sich für das Verständnis der Volksfestbesucher bedanken.

Der Vollständige Bericht:

An den elf Festtagen kam es zu keinen größeren Ausschreitungen oder Störungen (Vorfällen).

Insgesamt wurden die Beamten in diesem Zeitraum zu fünf Körperverletzungsdelikten gerufen, bei denen alle Beteiligten meist erheblich alkoholisiert waren. Glücklicherweise wurde aber kein Beteiligter schwerer verletzt.

Zum Festauftakt, am Freitag, 28.07., gegen 22.20 Uhr, gerieten offensichtlich wegen einer jungen Dame, eine russische und eine türkische Gruppe, auf einer Parkfläche ggü. des Haupteinganges vom Festgelände, in die Haare. Die anfangs verbale Streitigkeit unter mindestens fünf Beteiligten, endete in wechselseitigen Körperverletzungen, wobei drei Personen verletzt wurden.

Am gleichen Abend, gegen 23.15 Uhr, schlug ein 26-jähriger Maurer einem 25-jährigen Besucher aus Österreich mit der Faust aufs Auge. Dieser erlitt hierdurch eine Platzwunde und eine kräftige Schwellung am Augenbogen. Auslöser der Auseinandersetzung war wohl, dass der jüngere Mann den älteren provozierte und ihm sein Getränk ins Genick schüttete, worauf er einen Faustschlag bekam.

Ein Paar besuchte am Dienstagabend gemeinsam das Volksfest und sprach sehr dem Festbier zu. Als beide stark alkoholisiert in ihrer Wohnung in der Innenstadt eintrafen, entbrannte ein Streit und beide schlugen sich gegenseitig ins Gesicht.

Eifersucht war wohl der Auslöser für eine Schlägerei zwischen einem 22-jährigen Chamer und einem 19-jährigen Further. Angeblich sei ihm sein „bester Freund“ auf die Schliche gekommen, dass er etwas mit seiner Freundin habe und verpasste ihm einen Faustschlag ans Kinn, wodurch er einen kleinen Cut erlitt.

Eine 19-jährige Frau wollte am Samstag, gegen 23.15 Uhr, eine Rangelei zwischen mehreren Betrunkenen beenden und ging dazwischen. Als Dank dafür schlug ihr ein 23-jähriger Türke mit der Hand auf den Hinterkopf, wodurch sie eine Prellung erlitt und ambulant in der Rettungswache am Festplatz behandelt werden musste.

Sexuell belästigt wurde ein 16-jähriges Mädchen, in dem ihr ein 19-jähriger, gegen ihren Willen, an den Po und die Brust fasste. Der Täter flüchtete zwar nach der Tat, konnte jedoch durch die Polizei ermittelt werden und wurde wegen sexueller Belästigung zur Anzeige gebracht.

Am ersten Volksfestsamstag legte eine Frau kurz vor Mitternacht ihr iPhone 7 auf den Biertisch im Weißbierstadl.  Offensichtlich in einem unbeobachteten Moment nahm der Täter das Mobiltelefon und verschwand.

Gleich zwei Autoaußenspiegel mussten am ersten Festabend dran glauben. Ein oder mehrere unbekannte Täter traten bzw. schlugen vom einem Pkw Kia, geparkt auf  Autoverkaufsgelände in der Further Straße,  und einem Ford, geparkt vor einem Möbelhaus ebenfalls in der Further Straße, jeweils den linken Außenspiegel ab. Der Gesamtschaden beträgt 550 Euro.

Mit über zwei Promille fühlte sich am ersten Festsamstag, gegen 22.30 Uhr, ein 33-jähriger Mauerer aus Bad Kötzting, von anwesenden Asylbewerbern belästigt und drohte diesen mit dem „Abstechen“. Dank des schnellen Eingreifens des Sicherheitsdienstes im Festzelt wurde ihm sein mitgeführter Hirschfänger abgenommen und die Person konnte in polizeilichen Gewahrsam genommen werden. Er wurde wegen Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten angezeigt und ihm ein Betretungsverbot für die restliche Dauer des Volksfestes ausgesprochen.

Am Sonntagabend in der Zeit von 21.00 Uhr bis 23.30 Uhr schlief ein 35-jähriger auf Grund seines vorausgegangen Alkoholkonsums immer wieder auf dem Biertisch im Biergarten des Weißbierstadls ein. In einem unbeobachteten Moment nahm ein unbekannter Täter den neben ihm stehenden Rucksack mit. Darin befand sich der Funkfernschlüssel seines Pkw, Ford Mustang. Der Täter fand das in der Nähe des Festgeländes geparkte Fahrzeug im Wert von 45.000 Euro und entwendete es. Die weiteren Ermittlungen werden durch die Kriminalpolizei Regensburg, Kommissariat 10, in Furth im Wald geführt.

Sehr erfreut zeigte sich der Leiter PI Cham, EPHK Windmaißer, dass trotz vieler durchgeführter Verkehrskontrollen kein einziger Fahrer unter Alkoholeinfluss angetroffen wurde.

Die gute Zusammenarbeit der Mitarbeiter des Bauhofes Cham, der Feuerwehr Cham und der Polizei Cham gewährleisteten es, dass der Festzug „Singendes, klingendes Cham“ mit ca. 2500 Mitwirkenden störungsfrei durch die Innenstadt zum Festgelände marschieren konnten. Hierbei säumten tausende Zuschauer die Straßen und spendeten ihnen Beifall.

Pressemitteilung /MF