Bundeswehruni testet Katapulte in Straubing

Der Nachbau und die Rekonstruktion römischer Torsionsgeschütze war Projekt der Helmut-Schmidt Universität der Bundeswehr Hamburg, der Universitäten Trier und Osnabrück sowie des Gymnasiums Ising (pädagogische Möglichkeiten experimenteller Archäologie im Unterricht). Es entstanden an den genannten Institutionen mit Unterstützung der Varusgesellschaft detailgetreue Rekonstruktionen dreier unterschiedlicher römischer Feldgeschütze in verschiedenen Varianten, deren Vorläufer aus dem 1. Jh. v. Chr. (La Caridad), dem 1. Jh. n. Chr. (Cremona) und aus der Spätantike (Orsova) stammen.

Torsionsgeschütze funktionieren nach einem heute nicht mehr bekannten Prinzip: In zwei Spannkammern werden in sich verdrehte Seilbündel eingebracht, welche die Kraft für den Schuss liefern. Sehne oder Geschützarme spielen in dieser Hinsicht eine untergeordnete Rolle. Diese sehr leistungsfähigen Waffen konnten im Einsatz Bolzen mit schweren Eisenspitzen mehrere hundert Meter weit schießen und durchschlugen mühelos Panzerungen.

Die von Schülern und Studierenden gebauten Waffen wurden auf Schießplätzen der Bundeswehr ballistisch untersucht und mit modernsten waffentechnischen Methoden ballistisch untersucht. Die Mitglieder der oben genannten Institutionen kommen nach Straubing, um die Ergebnisse zu diskutieren. Dabei ergibt sich die Möglichkeit, das Projekt in Straubing öffentlich vorzustellen. Alle, besonders natürlich die Mitglieder des Historischen Vereins, sind herzlich eingeladen, an Vortrag und Schießen teilzunehmen.

 

pm