Bundespolizei stellt 23 Kilogramm Böller sicher

Fahnder der Bundespolizei in Furth im Wald haben innerhalb einer Woche 23 Kilogramm verbotene Feuerwerkskörper sichergestellt und elf Personen wegen Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz angezeigt. Bereits am Donnerstagnachmittag (20. Dezember) stellten die Polizisten in Furth im Wald bei einer Kontrolle zweier 25-Jähriger aus dem Landkreis Neustadt an der Waldnaab zahlreiche Knaller mit einem Gesamtgewicht von 2,5 Kilogramm fest. Wenige Stunden später beschlagnahmten sie bei zwei Rumänen im Alter von 30 und 36 Jahren gar 7,2 Kilogramm der verbotenen Böller.

Ebenfalls ohne Prüfzeichen waren 80 Böller, die ein 20-jähriger Deutscher aus dem Altlandkreis Kötzting den kontrollierenden Beamten am Freitagnachmittag in Furth im Wald präsentierte. Spitzenreiter am Freitag waren allerdings zwei Jugendliche im Alter von 17 Jahren. Bei einer Kontrolle am frühen Abend im Bereich der Marktgemeinde Eschlkam staunten die Beamten nicht schlecht, als sie die mitgeführten Rucksäcke der 17-Jährigen kontrollierten und dabei etwa 9 Kilogramm der nicht zugelassenen Pyrotechnik zum Vorschein kamen. Nach Feststellung der Personalien begleiteten die Bundespolizisten die Jugendlichen zum nahe gelegenen Wohnort und übergaben sie ihren überraschten Eltern. Trotz ihres jugendlichen Alters erwartet beide nun eine Strafanzeige wegen Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz. Bereits wenige Stunden später stellten die Fahnder 40 verbotene Knaller vom Typ La Bomba bei einem 18-Jährigen fest.  Der im Landkreis Kelheim wohnhafte junge Mann hatte die Fracht unter dem Beifahrersitz seines Autos versteckt als ihn die Beamten nahe Furth im Wald kontrollierten.

Am Samstagnachmittag wurden die Bundespolizisten erneut fündig: Bei einer Kontrolle in Furth im Wald fanden die Beamten zehn Pakete mit jeweils 30 Stück der verbotenen Feuerwerkskörper. Zwei 19-Jährige aus dem Landkreis Regensburg hatten versucht die brisante Fracht, versteckt unter der Rücksitzbank ihres Autos, einzuschmuggeln.

Auch ein 37-jähriger Braunschweiger hatte sich am Sonntagnachmittag bei einem Tschechienaufenthalt mit 40 verbotenen Böllern eingedeckt. Bei einer Kontrolle im Bereich Furth im Wald erwischte es aber auch ihn. Bei den eingeführten Knallkörpern mit einem Gesamtgewicht von über 23 Kilogramm handelte es sich ausnahmslos um nicht zugelassene Pyrotechnik. Sie verfügten weder über ein amtliches Prüfzeichen der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) noch über eine nach geltenden EU-Richtlinien vorgesehene CE-Kennzeichnung.Die verbotenen Böller wurden alle sichergestellt und in jedem der Fälle Strafanzeige wegen Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz erstattet.

Nachdem die Beamten die polizeilichen Maßnahmen abgeschlossen und nochmals  eindringlich auf die Gefährlichkeit von ungeprüften Feuerwerkskörpern hingewiesen hatten, durften alle ihre Reise fortsetzen.

 

MM / 28.12.2012

Foto: Bundespolizei