Brennberg: Polizei beendet Flatrate-Party auf der Burg

Am Samstag (28.10.) kurz nach Mitternacht teilte ein Mann über Notruf der Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Oberpfalz mit, dass auf der Burgruine in Brennberg ein junges Mädchen vermutlich mit Alkoholvergiftung regungslos am Boden liegt und sich nicht mehr rührt. Sofort wurde ein Rettungsdienstfahrzeug und eine Streife der Wörther Polizei zum Einsatzort beordert.

Vor Ort wurde die 16-jährige Schülerin versorgt und in ein Krankenhaus verbracht. Auf dem Gelände wurde auch der 18-jährige Mitteiler angetroffen. Von Anwesenden erfuhren die Beamten, dass von Schülern eines Gymnasiums eine private Party auf dem Gelände stattfinde und rund 200 bis 250 Schüler teilnahmen. Dazu wurde die Örtlichkeit von einer Mutter einer Schülerin bei der Gemeinde Brennberg angemietet. Für einen Unkostenbeitrag von 15 Euro konnten sowohl Bier als auch andere hochprozentige alkoholische Getränke verkonsumiert werden. Die Verantwortliche war beim Eintreffen der Polizei nicht vor Ort.

Die „private“ Veranstaltung war der Polizeiinspektion Wörth a. d. Donau nicht mitgeteilt worden. Somit konnte leider im Vorfeld die verantwortliche Mutter nicht auf die Gefahren und Risiken, speziell bei übermäßigen Alkoholgenuss auf gefährlichem Terrain, einer solchen Veranstaltung  hingewiesen werden.

Bei der Ankunft des Rettungsdienstes und der Polizei befanden sich schätzungsweise noch etwa 100 Personen vor Ort. Viele hatten schon zuvor das Gelände verlassen.

Aufgrund der Lage des Veranstaltungsortes (steiles Gelände und Felsen) und der daraus resultierenden Gefahren für die alkoholisierten Jugendlichen und jungen Erwachsenen beendeten die Beamten die Veranstaltung.  Die Anwesenden verließen daraufhin das Gelände, ohne dass es zu Komplikationen kam. Bei einer Nachkontrolle gegen 01.30 Uhr waren lediglich noch etwa zehn Personen vor Ort, die mit Aufräumarbeiten beschäftigt waren.

Viel wichtiger als die Prüfung  möglicherweise verletzter gesetzlicher Bestimmungen, z. B.  Jugendschutz, mit eventuell damit verbundenen Sanktionen ist, dass sich junge Menschen darüber im Klaren sein müssen, welche Gefahren übermäßiger Alkoholgenuss zu Flatratepreisen in sich birgt. Die Polizeiinspektion Wörth a. d. Donau hat hierzu die Ermittlungen aufgenommen und wird hier eng mit Schulen und Gemeinden zusammenarbeiten, um solche Situationen künftig zu vermeiden, aber auch auf die Gefahren und Risiken bei den Teilnehmern solcher Flatrate-Partys hinzuweisen und diese entsprechend zu sensibilisieren. Glücklicherweise konnte die 16-Jährgie das Krankenhaus zwischenzeitlich wieder verlassen.

pm/LS