Breitbandausbau: Landkreis Cham erhält den höchsten Förderbescheid in der bayerischen Geschichte

Bayerns Finanz- und Heimatminister Albert Füracker hat gute Nachrichten für den Landkreis Cham: Der Landkreis erhält den höchsten Förderbescheid in der Geschichte des Freistaats und darf sich über 63 Millionen Euro freuen. Damit soll der Ausbau des schnellen Internets in 37 Gemeinden voran gebracht werden. Seit Beginn der Förderung habe es keinen so hohen Bescheid gegeben. Im Landkreis Cham sollen insgesamt über 14.000 Häuser an das Gigabitnetz angeschlossen werden. Das bedeutet: Es werden insgesamt 1.700 Kilometer Glasfaser verlegt!

 

Die Mitteilung aus dem Ministerium

„Der Gigabit-Ausbau im Landkreis Cham nimmt volle Fahrt auf! Wir unterstützen den Landkreis mit 63 Millionen Euro beim Ausbau seines Gigabit-Netzes. Dies ist der höchste Bescheid seit Beginn der Förderung“, freut sich Finanz- und Heimatminister Albert Füracker. „Der Landkreis Cham engagiert sich vorbildlich beim Breitbandausbau. Über 14.000 Häuser in 37 Gemeinden werden durch das Projekt an das Gigabitnetz angeschlossen. Es werden dafür beeindruckende 1.700 km Glasfaser verlegt. Eine leistungsfähige digitale Infrastruktur ist Grundpfeiler erfolgreicher Digitalisierung“, so Füracker weiter. Landrat Franz Löffler: „Zukunftsgerichtete Infrastruktur braucht volles Engagement. Der Landkreis Cham stellt sich mit seinem Eigenbetrieb ‚Digitale Infrastruktur‘ dieser immensen Herausforderung. Dabei werden auch die Anwesen in dünn besiedelten Gebieten direkt erschlossen. Ich danke dem Freistaat Bayern, insbesondere Finanzminister Albert Füracker, dass er dieses gewaltige Vorhaben mit einer großartigen Förderung begleitet.“

Die bayerische Kofinanzierung unterstützt die Kommunen bei der Nutzung der Bundesförderung und schließt die Lücke zwischen dem Fördersatz im Bundesprogramm (i.d.R. 50 %) und dem individuellen Fördersatz im bayerischen Förderprogramm. „Insgesamt können von Bund und Freistaat rund 163 Millionen Euro für den Glasfaserausbau in den Landkreis Cham fließen. Das Projekt unter Federführung des Landkreises ist ein Musterbeispiel für interkommunale Zusammenarbeit“, unterstreicht Füracker. Mit dem geplanten Betreibermodell bleibt der Landkreis Eigentümer der geförderten Infrastruktur und ein großer Teil der Wertschöpfung verbleibt vor Ort. „Mit unserer Kofinanzierung sinkt der von den Kommunen zu tragende Eigenanteil entscheidend“, betont der Minister.

Im Freistaat sind über 97 % aller Haushalte mit schnellem Internet versorgt. Im ländlichen Raum ist Bayern mit über 90 % sogar deutschlandweit Spitzenreiter. Die bayerische Breitbandförderung und das Engagement der Kommunen haben entscheidend zu dieser guten Versorgungslage beigetragen.

Bayern ist mit seiner am 2. März 2020 in Kraft getretenen bayerischen Gigabitrichtlinie europaweit Vorreiter beim Breitbandausbau. Als erste Region in Europa kann Bayern damit auch die Beschleunigung von Anschlüssen in Bereichen fördern, wo bereits schnelles Internet mit mind. 30 Mbit/s verfügbar ist (sog. „graue NGA-Flecken“). Rund 290 Gemeinden sind bereits in das neue Förderverfahren eingestiegen.

Seit Ende 2013 wurden in Bayern durch Freistaat, Kommunen und Kommunikationsunternehmen mehr als 2,5 Millionen unversorgte Haushalte erstmals an das schnelle Internet angeschlossen. Im Rahmen des bayerischen Förderverfahrens werden über 54.000 Kilometer Glasfaser verlegt. Freistaat und Kommunen haben zusammen rund 1,5 Milliarden Euro seit 2014 investiert. Bayerns ambitioniertes Ziel lautet: Gigabit bayernweit bis 2025.

Mitteilung Bayerisches Staatsministerium der Finanzen und für Heimat

 

Ein Teil unserer Berichterstattung zum Thema Breitband im Landkreis Cham