Betrüger: „Mann der vielen Namen“ festgenommen

Mit über 50 Aliasnamen trieb ein 40-jähriger tschechischer Staatsangehöriger in ganz Deutschland sein Unwesen und brachte einige Kontobesitzer um stattliche Geldbeträge. Dem „Mann der vielen Namen“ kam am 20.1. um 12 Uhr die Polizeiinspektion Fahndung (PIF) bei einer Kontrolle eines BMW mit tschechischem Kennzeichen auf die Spur. Der Fahrer zeigte einen tschechischen Personalausweis und einen deutschen Führerschein vom Landratsamt Kelheim vor. Die Personenüberprüfung des Fahrers führten wegen Urkundenfälschungen zu einem Haftbefehl der Staatsanwaltschaft München und weiteren fünf Ausschreibungen durch die Staatsanwaltschaften Braunschweig, Karlsruhe, Landshut, Leipzig und Mönchengladbach. Im Kofferraum lag versteckt ein ausgeschriebener tschechischer Personalausweis. Die Ermittlungen führten zu zahlreichen Aliasnamen, mit denen der 40-Jährige unter anderen als Martin, Roland, Kevin, Michael, Peter und Christian in ganz Deutschland sein Unwesen trieb.

Der Festgenommene hatte zahlreiche Konten ausgespäht, fälschte die Überweisungsbelege und Unterschriften und ließ sich stattliche Beträge auf sein eigenes Konto überweisen. Allein in Bayern wurden über 70 derartiger Fälle bekannt. Viele der Kontobesitzer merkten dieses unberechtigte Abheben und ließen den Betrag von ihrer Hausbank noch rechtzeitig zurückbuchen. Im Gespräch mit den Ermittlern der PIF erklärte der Betrüger, dass er eine Firma habe und es dadurch zu den großen Umsätzen käme. In der Vernehmung wegen Urkundenfälschung und Überweisungsbetrug machte der Mann jedoch keine Angaben zum Sachverhalt. Aufgrund eines aktuellen Untersuchungshaftbefehls und weiterer fünf Aufenthaltsermittlungen kam der tschechische Staatsbürger in die Justizvollzugsanstalt nach Weiden und später auf Anordnung der Staatsanwaltschaft München zur Aufarbeitung der deutschlandweiten Betrügereien in die Landeshauptstadt.

PM/MF