Berchinger Rossmarkt am Mittwoch: 120 Pferde und 20.000 Besucher erwartet

Beim traditionellen Berchinger Rossmarkt werden an diesem Mittwoch (6. Februar) rund 120 prachtvoll geschmückte Pferde aufgetrieben. Zum größten eintägigen Wintervolksfest in Bayern erwartet die Stadt heuer etwa 20 000 Besucher. Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) ist Hauptredner bei der politischen Kundgebung. Im Vorjahr waren wegen der eisigen Temperaturen deutlich weniger Pferde gezeigt worden und nur etwa 9000 Zuschauer gekommen. «Auch in diesem Jahr werden die Pferdehalter selbst entscheiden, ob sie ihre Tiere bei winterlichem Wetter rausbringen», sagte ein Stadtsprecher.

Einige der rund 50 Pferdehalter kommen seit Jahrzehnten ins oberpfälzische Berching, um stolz ihre geschmückten Rösser zu präsentieren. Dafür erhalten sie pro Tier eine nach Rassen gestaffelte Auftriebsprämie zwischen 20 und 55 Euro. Die Traditionsveranstaltung geht auf eine jahrhundertealte Berchinger Vorschrift zurück, die von Pferdebesitzern verlangte, ihre Tiere für Gesundheitsuntersuchungen vorzuführen. Ab 1926 gab es dann einen Pferde- und Fohlenmarkt in Berching – zunächst noch ein echter Rossmarkt. Heute werden allerdings keine Pferde mehr verkauft. In der Altstadt ist ein Krammarkt aufgebaut.

Überregional bekannt ist der Rossmarkt auch wegen seiner politischen Kundgebungen mit hochrangigen Politikern, meist von der CSU. Vor allem die Reden von Franz Josef Strauß stießen früher auf großes Interesse; er war zwischen 1973 und 1984 fünfmal in Berching – bis heute ist kein anderer Hauptredner so oft beim Rossmarkt aufgetreten. Im Jahr 1998 kam dann sogar der damalige Bundeskanzler Helmut Kohl (CDU).

 

03.02.2013/dpa