© Bistum Regensburg

Benedikt XVI. „erschöpft“ von Besuch in Regensburg

Seit Donnerstagnachmittag (18.06.20) ist der emeritierte Papst Benedikt XVI. zurück in seiner Heimat Regensburg. Der Grund ist ein trauriger: Sein Bruder Georg Ratzinger ist schwer krank. Benedikt XVI. wollte seinen drei Jahre älteren Bruder noch einmal sehen. 

 

Der Besuch des emeritierten Papstes Benedikt XVI. bei seinem Bruder in Regensburg verlangt ihm einiges ab. Der 93-Jährige sei sehr erschöpft, sagte Clemens Neck, der Sprecher des Bistums Regensburg, am Freitag unter Berufung auf Benedikts Privatsekretär Georg Gänswein. Die Reise und das Fehlen des gewohnten Tagesablaufes strenge ihn an. Er habe sich aber wahnsinnig gefreut, seinen 96 Jahre alten Bruder Georg Ratzinger zu sehen.

Der als Joseph Ratzinger geborene Ex-Papst war am Donnerstag überraschend in Regensburg eingetroffen, um seinen erkrankten Bruder noch einmal zu sehen. Georg Ratzinger, der langjährige Leiter der Regensburger Domspatzen, habe so ungeduldig auf die Ankunft seines jüngeren Bruder gewartet, dass er alle paar Minuten auf seinen Wecker drückte, um sich die Uhrzeit ansagen zu lassen. Das sagte Neck unter Berufung auf die Haushälterin von Georg Ratzinger, Schwester Laurente. Der 96-Jährige ist fast vollständig erblindet und derzeit so krank, dass er bettlägerig ist.

 

Regensburg: Emeritierter Benedikt XVI. besucht schwer kranken Bruder
Seit Donnerstagnachmittag ist der emeritierte Papst Benedikt XVI. zurück in seiner Heimat Regensburg. Der Grund ist ein trauriger: Sein Bruder Georg Ratzinger ist schwer krank. Benedikt XVI. wollte ihn noch einmal sehen.

 

Benedikt XVI. besuchte Bruder am Freitag nochmals

Am Freitagmorgen fuhr Benedikt erneut aus dem Regensburger Priesterseminar, wo er derzeit wohnt, in das nahe gelegene Wohnhaus seines Bruder. Dort feierten die Brüder gemeinsam eine Messe. Der Gesang war laut Ohrenzeugen draußen auf der Straße zu hören.

Zum Mittagessen sollte es wieder zurück in das Priesterseminar gehen. Auf dem Speiseplan stand nach Angaben von Bistumssprecher Neck Apfelstrudel.

Wie lange der Besuch in Regensburg dauern soll, ist unklar. Es gebe noch keine konkreten Pläne für eine Rückreise nach Rom, wo Benedikt seit seinem Rücktritt 2013 in einem Kloster in den Vatikanischen Gärten wohnt.

Aus Bistumskreisen war aber zu hören, dass es sich eher um einen Kurzbesuch handeln und der jüngere Ratzinger-Bruder schon in wenigen Tagen wieder abreisen könnte.

 

dpa/MB

Regensburg: Benedikt XVI. besucht schwer kranken Bruder
Der emeritierte Papst Benedikt XVI. ist zurück in Regensburg. Der Anlass ist traurig:. Er besucht seinen schwer kranken Bruder Georg Ratzinger. Das Bistum hatte die Öffentlichkeit gebeten die Privatsphäre zu respektieren. Trotzdem haben sich am Abend viele Menschen vor dem Haus des Bruders versammelt. Benedikt XVI. hat der Menge aus dem Auto heraus zugewunken.