BEG bestellt zusätzliche Zugverbindungen für Großraum Regensburg

In den nächsten sechs Jahren (bis 2024) soll die Autobahn A3 im Raum Regensburg sechsspurig ausgebaut werden, was die Kapazitäten im Straßenverkehr deutlich reduziert. Die Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG), die den Regional- und S-Bahn-Verkehr in Bayern plant, finanziert und kontrolliert, wirkt mit der Bestellung von vorübergehenden Mehrleistungen für einen Straßenersatzverkehr während der genannten Ausbauphase diesem Engpass entgegen.

Dichterer Fahrplan bei der Oberpfalzbahn
Durch zusätzliche Bestellungen der BEG wird das Zugangebot zwischen Schwandorf und Regensburg deutlich ausgebaut. Ab Fahrplanwechsel im Dezember 2018 wird die Oberpfalzbahn den bereits dichten Fahrplan in der morgendlichen Hauptverkehrszeit (HVZ) mit Abfahrten in Schwandorf werktags gegen 06:25 und 07:00 Uhr und Zwischenhalten in Maxhütte-Haidhof und Regenstauf erweitern. Damit sind die Züge in diesem seit Jahren durch überproportionales Nachfragewachstum gekennzeichneten Streckenabschnitt morgens zwischen 06:00 und 07:30 Uhr annähernd im Viertelstunden-Rhythmus unterwegs.

Verlängerung von Regionalexpress-Verbindungen bis Regensburg
Zusätzlich wird DB Regio im Auftrag der BEG montags bis freitags vier Regionalexpress-Verbindungen (RE) der Linie Nürnberg – Amberg – Schwandorf bis Regensburg verlängern. Die neuen Züge verkehren ab Schwandorf gegen 09:00, 11:00, 13:00 und 19:00 Uhr. In der Gegenrichtung verkehren zusätzliche RE-Züge ab Regensburg gegen 08:32, 10:32, 12:32 und 16:40 Uhr mit Zwischenhalten in Regenstauf und Maxhütte-Haidhof nach Schwandorf und in bestehenden Fahrplananlagen über Amberg weiter nach Nürnberg. Damit werden auch die im Dezember 2017 durch das neue Alex-Konzept München – Prag/Hof entfallenen Zwischenhalte in Regenstauf und Maxhütte-Haidhof mehr als kompensiert. Maxhütte-Haidhof und Regenstauf bekommen erstmals einen 30-Minuten-Rhythmus über weite Tageszeiten. Der Alex-Zug selbst kann aufgrund internationaler Fahrplanzwänge nicht zusätzlich halten. Die Landeshauptstadt ist aber über Umsteigen in Regensburg gut erreichbar. Auch Amberg und Sulzbach-Rosenberg profitieren von den RE-Verlängerungen, die das Zugfahren nach Regensburg nochmals attraktiver machen.

Kapazitätserweiterung und zusätzliche Halte in Undorf
Entlastungseffekte für den westlichen Teil des Landkreises Regensburg werden durch zusätzliche RE-Halte in Undorf entstehen. Regionalexpresszüge in Richtung Regensburg werden dort gegen 06:51, 07:14 und 08:31 Uhr halten und die vorhandene Platzkapazität zu dieser Zeit verdoppeln. Der RE um 07:14 Uhr wird um 07:22 zusätzlich auch in Prüfening halten, was insbesondere für den Schülerverkehr attraktiv ist. In Richtung Nürnberg wird am Nachmittag ein Regionalexpress gegen 17:26 Uhr in Undorf halten.
Für Frühpendler aus dem östlichen Landkreis Regensburg und aus Straubing wird es mit einer neuen Agilis-Fahrt erstmals möglich sein, Regensburg bereits gegen 05:00 Uhr zu erreichen. „Damit setzen wir einen großen Anreiz auch für Autofahrer, das sehr gute Bahnangebot im Zulauf auf Regensburg verstärkt in Anspruch zu nehmen“, erklärt Johann Niggl, Sprecher der Geschäftsführung der BEG.
Die Fahrplanangebote stehen noch unter dem Vorbehalt der Trassenzuteilung durch den Infrastrukturbetreiber DB Netz. Die Neuleistungen gelten zunächst befristet bis zum Ende der A3-Baustellen.

 

PM/LH