Bayern stockt Entschädigungen für Fischotter-Schäden auf

Gute Nachrichten für von Fischottern geplagte Teichbesitzer: Die Staatsregierung stockt den 2016 erstmals aufgelegten Fonds für Entschädigungen von 100 000 Euro auf 250 000 Euro auf. Dies teilte das Agrarministerium am Mittwoch in München mit. Die Schadensmeldungen des ersten Jahres hätten gezeigt, dass die bisher veranschlagten Mittel nicht ausreichten, um die tatsächlichen Verluste der Teichwirte auszugleichen.

«Mit der Aufstockung wollen wir sicherstellen, dass keiner unserer teichwirtschaftlichen Familienbetriebe allein gelassen wird und auf seinen Otter-Schäden sitzen bleiben», sagte Landwirtschaftsminister Helmut Brunner (CSU). Aus dem Entschädigungsfonds können bis zu 80 Prozent der durch den Otter erlittenen Einbußen ersetzt werden.

Vor allem in Niederbayern, der Oberpfalz und Oberfranken breitet sich das streng geschützte Tier den Angaben zufolge zunehmend aus und richtet in den Teichanlagen schweren Schaden an. In den Regionen sollen zudem Berater helfen, die Teiche optimal zu schützen.

dpa/MF