Bayern: Pollen-App „ePIN“ seit einem Jahr in Betrieb

Heute vor genau einem Jahr ist die bayerische Pollen-App „ePin“ gestartet. Mit dieser App können sich vor allem Allergiker über die aktuelle Pollenflug-Lage informieren. 

 

Mit dieser App könnten Betroffene jetzt auch unterwegs die Einnahme von Medikamenten leichter steuern, sagte Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) am Freitag.

Das bayerische Polleninformationsnetzwerk ePIN war vor einem Jahr gestartet. «Seit dem 22. Mai 2019 misst ePIN mit Hilfe von acht elektronischen Pollenmonitoren die Pollenbelastung in Bayern standort- und pollenspezifisch», erklärte Huml.

Aktuelle Daten zum Pollenflug können Betroffene über die Webseiten www.epin.bayern.de und www.pollenflug.bayern.de abrufen. Die Daten werden alle drei Stunden aktualisiert. Im Verlauf des Monats Mai konnten bislang über 10.000 Zugriffe auf die ePIN-Website verzeichnet werden. Aktuell fliegen in Bayern vor allem die Gräserpollen, darüber hinaus gibt es noch einen mäßigen Birken- sowie Eschenpollenflug. ePIN zeigt Daten zum aktuellen und vergangenen Pollenflug der wichtigsten allergieauslösenden Pflanzen Hasel, Erle, Esche, Birke, Gräser, Roggen, Beifuß und Ambrosia an.

Die erste von insgesamt acht elektronischen Pollenmessstationen im Rahmen von ePIN war im April 2018 in Garmisch-Partenkirchen in Betrieb gegangen. Weitere Pollenmonitore stehen in Viechtach, Marktheidenfeld, Altötting, Mindelheim, Hof, Feucht und München. „Die Auswahl der acht ePIN-Standorte basiert auf einer umfangreichen mehrjährigen Machbarkeitsstudie des ZAUM und des Helmholtz Zentrums München in Zusammenarbeit mit internationalen Experten. Ziel war es, unter Berücksichtigung verschiedener Klimaparameter und der Bevölkerungsdichte in Bayern die optimale Verteilung der acht elektronischen Messstationen zu bestimmen und somit den Pollenflug in Bayern möglichst repräsentativ abzudecken.“, so Huml.

Am 22. Mai 2019 wurde ePIN durch Ministerin Huml am Zentrum für Allergie und Umwelt (ZAUM) der Technischen Universität in München offiziell gestartet. Das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) ist für den Betrieb von ePIN zuständig.

«In Deutschland leidet etwa jeder fünfte Erwachsene an einer allergisch bedingten Entzündung der Nasenschleimhaut. Bei manchen Patienten können dadurch Atemwegsbeschwerden bis hin zu Asthma auftreten.», sagte Huml, die selbst approbierte Ärztin ist. «Wenn akute Beschwerden auftreten, sollten Allergiker möglichst rasch Antihistaminika einnehmen, die die Symptome einer Allergie lindern. Diese Medikamente wirken in der Regel schon nach zehn Minuten. Allergiker sollten sie für den Notfall dabeihaben.»

Wie das Ministerium weiter mitteilte, leiden in Bayern nach LGL-Schätzungen mehr als zwei Millionen Menschen an einer Allergie oder an Überempfindlichkeitsreaktionen. Knapp eine halbe Million Erwachsene und etwa 85 000 Kinder und Jugendliche seien von Asthma bronchiale betroffen.

Die ePIN App steht im Google PlayStore (https://play.google.com/store/apps/details?id=de.bayern.lgl.epin.android) und im Apple AppStore (https://apps.apple.com/de/app/epin-pollenflug-bayern/id1497523553) kostenfrei zum Download zur Verfügung. Die App umfasst dieselben Funktionen wie auch die Website. Es können Daten zur aktuellen sowie zur vergangenen Pollenbelastung standort- und pollenspezifisch abgerufen werden. Ebenso stehen Informationen zu den wichtigsten allergieauslösenden Pflanzen, Allergien, den Messstandorten und dem wissenschaftlich-technischen Hintergrund zu ePIN bereit.

 

 

dpa/ Bayerisches Gesundheitsministerium/ mb