Bayern: Pfingsthagel hat Zehntausende Autos verbeult

Der schwere Pfingst-Hagelsturm in Oberbayern hat mehrere Zehntausend Autos verbeult. Bei der HUK Coburg haben die Kunden aus dem Großraum München 25 000 beschädigte Fahrzeuge gemeldet, bei der Allianz 20 000, wie die beiden Unternehmen berichten. HUK und Allianz sind Nummer eins und Nummer zwei der Kfz-Versicherer und haben zusammen fast die Hälfte aller in Deutschland zugelassenen Autos versichert. Daher lässt sich überschlägig abschätzen, dass insgesamt eine annähernd sechsstellige Zahl von Fahrzeugen beschädigt wurde.

Das Unwetter war am Abend des Pfingstmontags über den Westen Münchens und die angrenzenden Landkreise hinweggefegt, bei manchen Autos gingen sogar die Frontscheiben zu Bruch. Die Hagelkörner hatten zum Teil einen Durchmesser von mehreren Zentimetern. In der Regel aber handelt es sich bei den Schäden um eine mehr oder minder große Zahl von Beulen und Dellen. Die Erfassung der Schäden ist noch nicht abgeschlossen. Wie teuer der Sturm die Versicherungsbranche zu stehen kommt, steht daher auch noch nicht fest.

Klar ist jedoch, dass es sich um eines der größeren Hagelunwetter der vergangenen Jahrzehnte handelt. Der bisher gravierendste Hagelsturm der jüngeren bayerischen Geschichte ist der mittleren und älteren Generation noch gut in Erinnerung: Vor 35 Jahren – am 12. Juli 1984 – beschädigte ein Hagelsturm 200 000 Autos in und um München. Noch Jahre später waren dabei in Mitleidenschaft gezogene Autos leicht an ihren Beulen zu erkennen. Anders als 1984 traf das diesjährige Unwetter nur den Westen der Landeshauptstadt, andernfalls wären die Schäden noch höher.

dpa