Bayern: Nur sieben Landkreise leiden unter Bevölkerungsschwund

In nur noch sieben Landkreisen Bayerns ist die Bevölkerungszahl weiter rückläufig. Dies geht aus dem am Montag von Finanzminister Markus Söder (CSU) in München vorgestellten Heimatbericht 2016 hervor. Demnach verzeichneten die Landkreise Wunsiedel im Fichtelgebirge, Bayreuth, Hof, Coburg, Neustadt an der Waldnaab, Kronach und Kulmbach einen Einwohnerschwund von 0,1 bis 0,3 Prozent. «Der ländliche Raum in Bayern hat Zukunft. Unsere Heimatstrategie wirkt. Der Trend zeigt wieder mehr junge Leute auf dem Land», sagte Söder.

In allen Regierungsbezirken gebe es inzwischen wieder eine positive Bevölkerungsentwicklung. Auch in Oberfranken sei die Zahl zum ersten Mal seit 2001 wieder gestiegen (+0,3 Prozent). Laut Söder deute sich hier eine Trendumkehr «vorsichtig an».

Söders Heimatstrategie war in den vergangenen Wochen und Monaten von verschiedenen Seiten unter Beschuss geraten. Verbände, Experten und die Opposition im Landtag hatten die geplante Lockerung des sogenannten Anbindegebotes im Landesentwicklungsprogramm (LEP) massiv kritisiert. Das LEP ist wie der Breitbandausbau ein Mosaikbaustein der Heimatstrategie. Ihr Ziel ist es, die Lebensverhältnisse in Bayern gleichwertig zu verändern.

dpa/MF