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Bayern: Landtag debattiert über Wölfe

Trotz einer überschaubaren Zahl von nachgewiesenen Wolfsrissen in Bayern befasst sich der Landtag mit dem Thema. Am Mittwoch (9.15 Uhr) sind verschiedene Verbände, darunter der Alpwirtschaftliche Verein, die Schafhalter und der Fleischrinderverband im Agrarausschuss zu einer Anhörung zu Gast. Auch Experten des Agrar- und des Umweltministeriums sollen zur Betroffenheit der Bauern durch den Wolf befragt werden.

Wölfe haben 2018 im Freistaat fünf Schafe und drei Kälber gerissen. Als Entschädigung dafür bekamen Schäfer und Landwirte 2780 Euro. Im Landkreis Oberallgäu riss ein Wolf drei Schafe und drei Kälber. In den Landkreisen Regensburg und Neustadt an der Waldnaab in der Oberpfalz fiel je ein Schaf zum Opfer. 2017 wurden vier Lämmer von einem Wolf getötet, 2016 gab es ein totes und ein verletztes Schaf.

Seit 2006 werden in Bayern immer wieder einzelne Wölfe nachgewiesen – in der Regel sind es durchziehende Jungtiere. Standorttreue Wolfspaare gibt es im oberfränkischen Landkreis Bayreuth, auf dem oberpfälzischen Truppenübungsplatz Grafenwöhr im Landkreis Neustadt an der Waldnaab sowie im Nationalpark Bayerischer Wald.

Der «Aktionsplan Wolf» der bayerischen Staatsregierung sieht vor, dass verhaltensauffällige Wölfe künftig auch abgeschossen werden dürfen – stets als letztes Mittel. Zunächst muss geprüft werden, ob Zäune oder spezielle Schutzhunde Wirkung zeigen.

Der Ältestenrat des Parlaments berät am späten Vormittag über Änderungen an der Geschäftsordnung des Parlaments. CSU und Freie Wähler wollen unter anderem Zwischenbemerkungen in Plenarsitzungen strikt eindämmen – was bei den Oppositionsfraktionen auf scharfen Protest stößt.

dpa