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Bayern: Hoffnung auf weiße Weihnacht schwindet

Die Hoffnungen auf eine weiße Weihnacht in ganz Bayern schmelzen dahin. In den nächsten Tagen kommen zwar Niederschläge, aber Schneeflocken werden voraussichtlich nicht liegenbleiben. «Es ist auch im Flachland ab und zu Schnee dabei – aber die Temperaturen werden hier bei null bis vier Grad liegen», sagte am Montag der Meteorologe Guido Wolz vom Deutschen Wetterdienst in München. «Selbst wenn Schnee fällt, taut er wieder.» 

Eine letzte Hoffnung liegt auf dem Freitag: «Der Freitag ist noch ein sehr unsicherer Tag», sagte Wolz. Wenn es doch kälter wird als bisher angenommen, könnte es am Heiligen Abend wenigstens stellenweise weiße Enklaven geben.

In höheren Lagen und am Alpenrand hingegen gibt es so viel Schnee wie selten um diese Zeit. Zogen sich im vergangenen Jahr schmale, künstlich beschneite Pisten über grüne Hänge, sind dieses Jahr die Berge rundum schneebedeckt. Die Skigebiete können auf ein gutes Weihnachtsgeschäft hoffen. Auf Deutschlands höchstem Berg, der 2962 Meter hohen Zugspitze, liegen 270 Zentimeter Schnee. «Das ist ein ordentlicher Wert», sagte Wolz. Im Tal in Garmisch-Partenkirchen wurden am Montag 30 Zentimeter Schnee gemessen, in Oberstdorf waren es sogar 80 Zentimeter.

Statistisch betrachtet ist der Traum von weißer Weihnacht im Flachland eher eine Illusion. Die Experten sprechen von weißer Weihnacht, wenn an allen drei Festtagen morgens um 7.00 Uhr eine Schneedecke von mindestens einem Zentimeter liegt.

dpa/MF